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Hohe Zusatzkosten für Geschäftskunden: DHL hebt USA-Sperre auf

Veröffentlicht: 23.09.2025
imgAktualisierung: 23.09.2025
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
23.09.2025
img 23.09.2025
ca. 2 Min.
DHL-Pakete
Belish / Depositphotos.com
Ab dem 25. September nimmt die DHL den Warenversand in die USA für Geschäftskunden wieder auf. Hier gibt es alle wichtigen Informationen.


Nach knapp vier Wochen Pause können ab dem 25. September DHL-Geschäftskunden wieder das Paket International für den Warenversand in die USA nutzen. Der Bonner Logistiker hat dafür den neuen Service „Postal Delivered Duty Paid“ (PDDP) eingeführt, der für alle Sendungen bis 800 Dollar künftig verpflichtend wird. 

Welche zusätzlichen Gebühren auf Kunden hinzukommen und was beim Versand zu beachten ist, erklären unsere FAQ.

Was ist der Service „Postal Delivered Duty Paid“ (PDDP) von DHL?

Der Service „Postal Delivered Duty Paid“ (PDDP) ermöglicht es, alle Einfuhrabgaben für den Warenversand in die USA im Voraus zu übernehmen. Ab dem 25. September ist dieser Service für DHL Paket International verpflichtend und gilt für Sendungen mit einem Warenwert bis 800 US-Dollar.

Was kostet der PDDP-Service für Sendungen in die USA?  

Der Preis für den PDDP-Service beträgt 2 Euro pro Sendung. Zusätzlich werden die Gebühren des Dienstleisters („Qualified Party“) und die Zölle ohne Aufpreis an Geschäftskunden weitergereicht. Die Zollberechnung erfolgt nach der „ad valorem“-Methode.

Sind die Paketpreise für Geschäftskunden von den Änderungen betroffen?

Die Paketpreise für Geschäftskunden bleiben nach Angaben der DHL stabil. Zusätzliche Kosten entstehen jedoch durch die Zollabfertigung und die anfallenden Zölle, die auf Grundlage externer Faktoren berechnet werden.

Welche Anforderungen gelten für Geschäftskunden beim Versand in die USA?  

Geschäftskunden müssen folgende Punkte beachten:  

  • Beauftragung des PDDP-Services ist verpflichtend.  
  • Angabe vollständiger und korrekter Zolldaten, einschließlich Zolltarifnummer und Ursprungsland der Waren.  
  • Übernahme der Zollabgaben für den Empfängerkunden im Voraus.  

Welche Versandarten in die USA bietet DHL weiterhin an?  

Neben DHL Paket International bleibt der Versand per DHL Express weiterhin möglich. Für den kommerziellen Import von Waren gelten die üblichen Zollsätze gemäß den geltenden Bestimmungen.

Welche Sendungen sind von den neuen Regelungen ausgenommen?

Von den neuen Regelungen ausgenommen sind private Geschenksendungen mit einem Warenwert bis 100 US-Dollar, die korrekt als „Geschenk / gift“ deklariert sind. Dokumentensendungen und der Versand per DHL Express sind ebenfalls nicht betroffen.

Warum musste der Versand in die USA vorübergehend ausgesetzt werden? 

Der Versand wurde ausgesetzt, da die neuen zollrechtlichen Bestimmungen der US-Regierung gemäß der Executive Order „Suspending Duty-Free De Minimis Treatment for all Countries“ eine Neugestaltung der Prozesse erforderten. Während dieser Zeit konnten viele Postdienstleister die neuen Vorgaben nicht erfüllen.

Was ändert sich für Privatkunden beim Warenversand in die USA?

Für Privatkunden gibt es keine Änderungen, wenn es sich um private Geschenksendungen mit einem Warenwert bis 100 US-Dollar handelt. Solche Sendungen unterliegen weiterhin keiner Zollpflicht, werden jedoch verstärkt kontrolliert, um Missbrauch zu verhindern.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 23.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 23.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Helmut
05.10.2025

Antworten

Ich bezweifle, ob DHLdie "Warenpost int.", (A4 bis 10cm Höhe) für USA ab ca. 6 EUR wieder erlaubt. Oder es wird extra lange herrausgezögert, wenn kein Druck da. Mit ab 36 EUR oder Express lässt sich eben viel mehr Geld machen. Was hat sich beim Paket eigentl. geändert...nichts. Man muss Ursprungslang und Zoll-Code angeben. Die Felder waren auch schon vorher da. Beim Päckchen privat wurde übrigends die Zusatzoption Versich + Tracking entfernt. Nicht dass jmd auf die Idee kommt, günstiger zu versenden...
Jörges
29.09.2025

Antworten

Die wesentlich günstigere WarenPOST gibt es aber noch nicht wieder.
Johannes Diller
24.09.2025

Antworten

Leider hat das nur Gültigkeit für DHL-Pakete, die z.B. für die USA aber ca. 28.- zzgl. noch die neuen Handlings-Gebühren kosten ! Da kann der Kleinhändler, dessen Bestellungen aus den USA meist zwischen 50.- und 250.- liegen und froh ist, dass seine Marge durch den Export etwas positiver ausfällt, nur hoffen, dass der Mr. President in seiner Wandelfähigkeit irgendwann wieder alles beim alten belassen wird und seine Begründung für die Abschaffung der "de minimi"-Sendungen (also bis USD 800 zollfrei) überdenkt. Was haben ordentlich nach CN 22 bzw. CN 23 deklarierte Warenpost-Sendungen mit seiner Begründung, den Drogen- und Fentanyl-Schmuggel zu stoppen zu tun ?