Hermes-Zusteller können ab sofort Paketscheine für Retouren direkt vor Ort ausdrucken. Kund:innen zeigen dafür einen QR-Code auf dem Smartphone vor, den sie zuvor von einem Online-Shop erhalten haben. Möglich macht das die mobile Drucker-Ausstattung, die Hermes in diesem Jahr an rund 13.000 Zusteller ausgegeben hat – bislang wurde dies vor allem für Benachrichtigungskarten genutzt.
Nur für Retouren, nicht für normale Pakete
Die Funktion ist an eine wichtige Bedingung geknüpft: Sie funktioniert ausschließlich mit Retouren-QR-Codes teilnehmender Online-Shops, so Paketda. Wer selbst über myhermes.de einen Paketschein kauft, kann sich diesen nicht vom Zusteller vor Ort ausdrucken lassen – obwohl die technische Ausstattung (Handscanner und mobiler Drucker) dafür vorhanden wäre. Ein möglicher Grund: Bei selbst gebuchten Paketscheinen zahlen Kund:innen das Porto bislang bar beim Fahrer, eine Online-Vorauszahlung bietet Hermes nur für die Abgabe im Paketshop an.
Auch Zusteller in der Nachbarschaft ansprechbar
Laut Hermes lässt sich eine Retoure auch mitgeben, wenn Kund:innen einen Zusteller in der Nachbarschaft sehen und ansprechen – unabhängig davon, ob dieser gerade ein Paket zustellt. Die Mitnahme ist jedoch freiwillig: Der Fahrer kann ablehnen, etwa wegen Platzmangels im Lieferwagen.
Mobile Labeldrucker bei Zustellern sind unter den großen deutschen Paketdiensten bislang selten. DHL bietet einen vergleichbaren Service bereits seit Juni 2019 an, DPD, GLS und UPS haben nichts Vergleichbares im Programm. Hermes hatte bei Empfängerservices lange kaum neue Funktionen entwickelt – nach der Einführung mobiler QR-Codes für Paketmarken 2015 blieb es zehn Jahre lang ruhig. Seit 2026 tut sich hier mehr, etwa durch die mobilen Drucker und ein neues Livetracking.
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Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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