Falsch gelabelte Sendungen: So hoch sind die Strafgebühren

Veröffentlicht: 17.03.2025
imgAktualisierung: 17.03.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 1 Min.
17.03.2025
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Pakete in einem Lagerraum
belchonock / Depositphotos.com
Wer ab dem 1. April schwere Pakete falsch kennzeichnet, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen.


Schwere Pakete müssen seit Jahresbeginn gesondert gekennzeichnet werden. Versender, die beim Gewicht der Sendung falsch liegen und dementsprechend ein falsches Label verwenden, müssen ab dem 1. April draufzahlen. Ab diesem Datum verlangt die DHL eine Aufwandsentschädigung, aufgeteilt in zwei Posten: das Kennzeichnungsentgelt und das Gewichtskorrekturentgelt.

Wie aus der aktuellen DHL-Preistabelle hervorgeht, werden folgende Strafgebühren verlangt:

Kennzeichnungsentgelt 0,49 Euro je Sendung
Gewichtskorrekturentgelt 0,99 Euro je Sendung

Die Entgelte gelten sowohl für die Gewichtskategorie 10–20 Kilogramm als auch über 20 Kilogramm. Für eine Sendung können auch beide Gebühren gleichzeitig verlangt werden.

Fehlerhafte Gewichtsangaben können teuer werden

Neben den neuen Gebühren, die ab dem 1. April fällig werden, nimmt die DHL bereits seit Längerem zusätzliche Entgelte für unterlassene oder fehlerhafte Gewichtsfeststellung. Zum einen wird ein Einziehungsentgelt (je Sendung) in Höhe von zwei Euro erhoben. Außerdem müssen Versender bei bewusst (vorsätzlich) falschen Angaben zum Gewicht ein Pauschalentgelt von 18 Euro je Sendung zahlen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 17.03.2025
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KOMMENTARE
10 Kommentare
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P.R.
24.03.2025

Antworten

Wie sieht das Gewichtslabel aus oder ist es der Hinweis der auf dem Paketlabel mit gedruckt wird?
Y.K.
22.03.2025

Antworten

Ein weiterer von vielen Gründen, nicht mehr mit DHL zu versenden! Eine Postfiliale nach der anderen schließen, alles in unerfahrene und überforderte Hände geben - alle paar Monate irgendwelche 'schlauen' Produkte einführen, die selbstverständlich mit höheren Gebühren einhergehen und gleichzeitig altbewährte Produkte abschaffen - ohne uns! Zum Glück gibt es seriöse Mitbewerber!
Markus
19.03.2025

Antworten

Bekommen wir dann auch die Differenz für zu hoch angegebene Gewichte erstattet? Weil wir wollen ja doch "fair" bleiben, lieber DHL Konzern??? Wir versenden ab sofort wieder mit DPD! Habt ihr jetzt davon...
Peter
18.03.2025

Antworten

Ich bin mir sicher, dass die Strafgebühren schnell steigen werden. Beim Gewicht des Paketes zu mogeln, um damit 3-5 € zu sparen vs. beim Erwischtwerden 0,99€ Strafe zahlen... scheint mir als Abschreckung nicht auszureichen.
andreas
18.03.2025
Hallo Peter, DHL stuft dann das Paket automatisch in die nächste Gewichtsklasse ! Dann wird zusätzlich ein Entgeld von 2 Euro berechnet. Neu ist mir hier, das noch eine Strafe von 0,99 € behoben wird. Das machts ganz schön teuer. Meine Info stammt aus dem Vertriebsteam von DHL
Markus
18.03.2025

Antworten

Das mit den Gewichten ist schon wieder eine bürokratistische Frechheit sonders gleichen! Wir müssten die Pakete also zuerst verpacken, dann alle einzeln wiegen und dann können wir erst die Versandlabels erstellen... So läuft das aber im Versandgeschäft leider nicht! Es kann also weiterhin nur nach Bestem Wissen und Gewissen VORHER das Versandgewicht angegeben werden, anhand von Erfahrungswerten... sobald verschiedene Artikel zusammen bestellt werden und sich Verpackungsmaterial oder Kartonage ändert, kann es aber schon zu Abweichungen kommen.... Es wäre ein EINFACHES für Versandkonzerne die Abrechnung nach tatsächlichem Gewicht der Pakete zu tätigen und es eben NICHT auf die kleinen Versandhändler abzuwiegeln, um bei Überschreitung die Nachberechnung UND dann noch hohe Extra Strafgebühren einzusacken... Offenbar geht es ja, die Pakete zu wiegen, also warum erfolgt die Abrechnung dann nicht einfach anhand dieser Daten? Das ist alles reine Gewinnmaximierung auf Kosten Derer, die eh schon unter dem bürokratistischen Wahnsinn in dieser EU zu leiden haben, bei gleichzeitigem Personal- und Fachleutemangel! Macht nur weiter so und zerstört von Jahr zu Jahr immer mehr und noch mehr...! Bald bringen wir dann am Besten noch Geld mit und als Onlinehändler, dürfen wir uns ja eh nicht beschweren...! DHL wir sind nicht euer Feind, WIR bringen EUCH das Geld -> merkt Euch das endlich mal!
Stefan
18.03.2025

Antworten

Wie kann DHL ein "falsches Gewicht" mit Gewichtskorrekturentgelt von 0,99 Euro von einem "bewusst falschem Gewicht" für 18 Euro unterscheiden? Ich vermute, dass nicht alle günstigeren Waagen 100% korrekt sind und ohne Toleranz kann es da recht teuer werden.
Haubenthal
18.03.2025

Antworten

Wo liegen bitte die Toleranzgrenzen?
Redaktion
18.03.2025
Hallo, in Bezug auf eine Messtoleranz hat uns die DHL bestätigt, dass es eine solche nicht geben wird. Hier mehr dazu https://www.onlinehaendler-news.de/logistik/paketdienste/dhl-strafgebuehr-messtoleranz-schweren-paketen Viele Grüße die Redaktion
GFelix
24.03.2025
Wie wird dann das Gewicht ermittelt? Waagen haben doch selbst schon Toleranzen. Manche wiegen grammgenau und andere 100-grammgenau usw. Dann muss die Waage noch geeicht sein. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wird auch erstaunt sein wie genau und ungenau die Paketdienstleister wiegen. Hier entsteht doch ein Abrechnungsbereich der ohne Toleranzen gar nicht funktionieren kann und darf. Am Ende freuen sich die Rechtsanwälte.