Einigung im Tarifstreit: Mehr Geld und Urlaub für Post-Beschäftigte

Veröffentlicht: 05.03.2025
imgAktualisierung: 05.03.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
05.03.2025
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DHL-Zusteller
ifeelstock / Depositphotos.com
Die Deutsche Post und Verdi konnten sich nun endlich auf einen neuen Tarifvertrag einigen, weitere Streiks sind damit vom Tisch.


Gute Nachrichten für Post-Beschäftigte und Verbraucher: Die Gewerkschaft Verdi und die Deutsche Post konnten sich nach zähen Verhandlungen endlich auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Nach insgesamt vier Verhandlungsrunden und tagelangen Warnstreiks der Post-Angestellten – die im gesamten Bundesgebiet zu Verzögerungen bei der Brief- und Paketzustellung geführt haben – gab es jetzt ein Ergebnis.

„Gegenüber dem in der dritten Tarifverhandlungsrunde von den Arbeitgebern vorgelegten Angebot konnten wir deutliche Verbesserungen durchsetzen, und zwar bei der Entgelterhöhung, bei der Laufzeit und beim zusätzlichen Urlaub“, so die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. „Das ist ein ordentliches Ergebnis, das ohne den Druck und die hohe Streikbereitschaft unserer Mitglieder so nicht hätte erreicht werden können.“

Fünf Prozent mehr Gehalt

Beide Parteien konnten sich letztendlich auf insgesamt fünf Prozent mehr Lohn für die rund 170.000 Angestellten der Deutschen Post einigen. Zum 1. April werden die Entgelte um zwei Prozent erhöht, zum 1. April 2026 erfolgt dann eine weitere Anhebung um drei Prozent. Zusätzlich werden ab dem 1. Januar 2026 die Urlaubstage um einen zusätzlichen Tag aufgestockt. Mitarbeiter, die mindestens 16 Jahre im Unternehmen sind, erhalten außerdem einen weiteren zusätzlichen Urlaubstag pro Jahr. Der neue Tarifvertrag gilt nun 24 Monaten bis zum 31. Dezember 2026.

Die Deutsche Post zeigte sich zufrieden mit der Einigung, betonte aber auch, dass es „äußerst“ schwierige Verhandlungen waren. „Mit Blick auf das Umfeld und diesen Tarifabschluss werden wir daher unsere Kostensenkungsmaßnahmen konsequent erweitern und beschleunigen müssen“, so Nikola Hagleitner, Vorständin Post & Paket Deutschland.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 05.03.2025
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5 Kommentare
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Sjaak2
06.03.2025

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Teslas humanoide Roboter können nicht schnell genug kommen – sie klagen nicht, werden nicht krank und arbeiten 18 Stunden am Tag ohne sich zu beschweren. Vielleicht verbessert sich dadurch auch endlich die Zustellqualität, da viele DHL-Fahrer zu bequem sind, zu klingeln oder das Paket bis zur Tür zu bringen.
Sjaak
06.03.2025

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Wenn der Arbeitgeber – egal ob Post, Fluggesellschaft oder Bahn – zu wenig zahlt, sollte man sich nach einer besser bezahlten Stelle umsehen.
Varth Dader
06.03.2025

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Markt regelt: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-stellenabbau-100.html Verstehe ich das richtig, dass das jetzt auf Kosten der 8000 Mitarbeiter geht?
Redaktion
06.03.2025
Hallo Varth Dader,
dazu haben wir heute ebenfalls berichtet: 8.000 Jobs weg: DHL nimmt radikalen Stellenabbau vor

Die Mutmaßung ist jedenfalls naheliegend...
Gruß, die Redaktion
Robert
05.03.2025

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Das bedeutet für uns Händler auch nur wiederum weitere Preisanhebungen. Irgendjemand muss die zusätzlichen Kosten schließlich tragen.