DPD und GLS: 20.000 Abhol- und Abgabepunkte geplant

Veröffentlicht: 17.03.2026
imgAktualisierung: 17.03.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.03.2026
img 17.03.2026
ca. 2 Min.
Paketstation von DPD und GLS
Mickis-Fotowelt / Depositphotos.com
DPD und GLS starten inboxx – ein offenes Netz aus Paketstationen und Paketshops mit großen Ausbauplänen bis 2027.


DPD und GLS bündeln ihr Out-of-Home-Geschäft (OOH) unter der neuen Marke inboxx und setzen damit auf ein gemeinsames, offenes Netzwerk aus Paketstationen und Paketshops. Der Anspruch ist ambitioniert: Bis Ende 2027 soll eines der größten OOH-Netze in Deutschland entstehen – mit insgesamt rund 20.000 Abgabe- und Abholpunkten, darunter bis zu 6.000 Paketstationen. Schon heute betreiben beide Unternehmen zusammen etwa 10.000 Paketshops, die von Kund:innen beider Dienste genutzt werden und damit eine solide Basis für den Ausbau bilden.

Weitere Partner anbinden

Mit inboxx schaffen DPD und GLS ein anbieteroffenes Angebot, das sich nicht nur an Versender und Empfänger richtet, sondern perspektivisch auch weiteren Paketdiensten sowie Retail-Partnern den Zugang zur gemeinsamen Infrastruktur eröffnet. Im Fokus steht dabei, die Paketlogistik näher an die Bedürfnisse des Alltags heranzubringen: Flexiblere Abhol- und Versandoptionen, kurze Wege und erweiterte Verfügbarkeiten sollen die Nutzung so bequem wie möglich machen – nach dem Prinzip: Nicht der Mensch wartet auf das Paket, sondern das Paket auf den Menschen.

Zum Markenstart macht inboxx in Berlin mit einer groß angelegten Kampagne auf sich aufmerksam. An zentralen Verkehrsknotenpunkten sollen die Vorteile des Netzes sichtbar kommuniziert werden.

Langfristig soll das gemeinsame Netz nicht nur den Komfort für Verbraucher:innen erhöhen, sondern auch Händler:innen entlasten, Zustellverkehre bündeln und so zur Effizienz und Nachhaltigkeit der urbanen Logistik beitragen. Die Öffnung für weitere Partner schaffe zudem die Voraussetzung, Standards zu harmonisieren, die Auslastung der Infrastruktur zu steigern und die Services kontinuierlich zu erweitern.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 17.03.2026
img Letzte Aktualisierung: 17.03.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
6 Kommentare
Kommentar schreiben

M.Jagielska
18.03.2026

Antworten

Vielleicht können unsere Kunden dann bald ihre online erworbenen Artikel gegen eine geringe Gebühr an die "Paketdienstleister" selbst bei uns abholen. (Ironiemodus aus)
oejendorfer
18.03.2026

Antworten

dpd und GLS sollen erst mal ordnung in ihrem eigenen Laden schaffen bevor sie sich Erweitern. DPD schmeißt einem die Pakete vor die Haustür ohne zu klingeln und ohne eine Eingangsunterschrift zu holen. Einige Pakete sind hier bei uns in Hamburg geklaut worden. Und bei GLS, die gerade eine Lieferverzögerung angekündigt haben versuchen sie mal die Sendungsverfolgung zu lesen- den Inhalt können sie in die ""Tonne werfen"". Kein anständige Aussagen. Beide Unternehmen sollten sich mal ein Beispiel (auch Sonnabends Zustellung ) an DHL nehmen. Nicht immer Perfekt, aber 100 mal besser. tschüss Wolfgang
Autorjha
18.03.2026

Antworten

Das wird ja auch Zeit. Für die Logistiker ist es ein muss in der Zukunft. Man kann mehr Pakete in kürzerer Zeit mit weniger Personal "ausliefern". Zusätzlich sind die Stationen Visitenkarten der Unternehmen in der Landschaft. Mal schauen, ob sie es diesmal durchhalten. Mit Parcellock hatten die Logistiker ja schon einmal solch eine Idee. PS: Ich glaube, das wird wieder nichts!
cf
18.03.2026

Antworten

Schade, dass es hier keinen "like-Button" gibt :-) Dann ist ja bald Schluss mit "in den Garten geworfenen Paketen" und "kein Bock auf Klingeln und einfach im Regen vor die Tür stellen". Ich hoffe, dass die Zustellungen dann besser laufen und es wieder echte Alternativen zu DHL werden...
Kristallwasser
18.03.2026
An sich eine gute Maßnahme, aber wie bei DHL auch bringt dieses Angebot nur dann was, wenn die Käufer diese OOH-Punkte auch als Lieferadresse nutzen. DHL betreibt seit Jahrzehnten Packstationen. Aber maximal 1% unserer Pakete werden dorthin geliefert. Das von "cf" in seinem Kommentar beschriebene Problem wird wohl kaum verschwinden.
M.Jagielska
18.03.2026
Besser würde die Zustellung laufen, wenn die Paketdienstleister ihre Fahrer und Subunternehmer nicht mit Peanuts bezahlen würden. Klingt zynisch, aber wenn man mit Peanuts bezahlt, bekommt man eben- nach Aussage eines französichen Ökonomen, Affen zum arbeiten. Es gibt mittlerweile eine Menge Dokus (z.B. auf ARTE) zu den Arbeitsbedingungen in dieser Branche und der Plattformökonomie (Lieferando, UBER etc.) im Allgemeinen, könnte man sich ja mal dafür interessieren. Jeder ruft nach Dienstleistung und Service, bezahlen möchte man nach Möglichkeit aber nichts dafür.