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DHL verteidigt lange Lieferzeiten: Keine Systemprobleme

Veröffentlicht: 16.09.2025
imgAktualisierung: 16.09.2025
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
16.09.2025
img 16.09.2025
ca. 2 Min.
DHL-Transporter
aapsky / Depositphotos.com
Schon seit Monaten kommt es bei der DHL zu erheblichen Lieferverzögerungen. Das Unternehmen bekräftigt aber die eigene Leistungsfähigkeit.


Lieferverzögerungen von teilweise mehreren Wochen setzen den deutschen Händlern in diesem Sommer massiv zu. Bereits im April sorgten extrem lange Laufzeiten für schlechte Stimmung bei den DHL-Kunden, auch Monate später scheinen diese Probleme nicht behoben. Diese sind laut Nikola Hagleitner, DHL-Vorstand im Bereich Post & Paket Deutschland, aber nicht systematisch, sondern treten nur vereinzelt auf. „Ja, es wackelt hier und da mal. Es ist ärgerlich, wenn die Post in Einzelfällen mal ein paar Tage nicht kommt, aber das sind keine systemischen Probleme“, betont sie in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Und weiter: „Wir sind sehr leistungsfähig“.

Zwar sei für das Bonner Unternehmen jede Beschwerde eine zu viel, dennoch bleiben bei 50 Millionen Sendungen am Tag Probleme auch nicht aus, heißt es von der DHL.

Hitzewelle und Personalengpässe setzten dem Logistiker zu

Einer der Gründe für die gestiegenen Beschwerdezahlen sind die längeren Laufzeiten, die sich die DHL Group seit Beginn des Jahres bei der Briefzustellung erlauben darf. „Sie wurden an die realen Bedürfnisse der Menschen angepasst: weniger Eilbedürftigkeit, dafür hohe Zuverlässigkeit. Dennoch hat es zu Verunsicherung geführt“, so Hagleitner. Aber auch andere Faktoren haben für die Probleme in den Sommermonaten gesorgt. Zum einen wurde das Unternehmen durch die Hitzewelle stark belastet, zum anderen kam es zu einem plötzlichen und unvorhergesehenen Wachstum von Briefen und Paketen im zweistelligen Prozentbereich. All diese Faktoren haben die DHL Group, die schon vorher mit starken Personalengpässen zu kämpfen hatte, vor große Herausforderungen gestellt.

Der Bonner Konzern gab zum Beginn des Jahres bekannt, 8.000 Stellen zu kürzen, was auf heftige Kritik stieß. Laut der DHL-Vorständin war dieser Schritt allerdings alternativlos, „um wirtschaftlich tragfähig zu bleiben und unsere Investitionsfähigkeit zu erhalten“. Aus diesem Grund kam es in den vergangenen Monaten lokal zu erheblichen Schwankungen bei den Zustellzeiten. „Aber wir haben reagiert und neues Personal eingestellt. Jetzt sind wir wieder stabil“, betont sie.

Sorge ums Weihnachtsgeschäft

Allerdings lassen die aktuellen Probleme keinen guten Ausblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft zu. Viele Händler sind bereits besorgt, dass die paketreichste Zeit des Jahres die DHL vor noch viel größere Herausforderungen stellen könnte und sich die Laufzeiten von Paketen entsprechend verlängert. Besonders rund um den Black Friday und Cyber Monday ist der Wettbewerbsdruck im Online-Handel enorm hoch, Händler mit langen Lieferzeiten können da schnell den Anschluss – und vor allem Kunden – verlieren.

Außerdem wird in diesem Jahr von der DHL neben dem Peak-Zuschlag noch eine weitere Gebühr für den Paketversand verlangt: Vom 24. November bis zum 7. Dezember 2025 müssen Geschäftskunden 50 Cent pro Paket zusätzlich bezahlen. Damit will man auch in Zeiten starker Nachfrage die Qualität in der Zustellung weiter hochhalten.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 16.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 16.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
7 Kommentare
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Fred
30.09.2025

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Es wird Zeit, dass KI auch bei DHL Einzug hält. Natürliche Intelligenz scheint bei diesem Unternehmen auszusterben. Die Nutzung einer digitalen Klingelanlage scheint offensichtlich einige Mitarbeiter zu überfordern, wie ist es sonst zu erklären, dass unser Name auf keinem Klingelschild gefunden werden konnte. Die Kosten steigen, das Niveau sinkt!
Marcel
18.09.2025

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DHL ist eine absolute Schande! Allein von mir sind dieses Jahr 2 Pakete und ein Brief verschwunden.Unauffindbar!?Weitere 3 Pakete waren besonders lange unterwegs und mussten mit einem Suchauftrag erst gefunden werden.Eine Sendung wurde an einem Freitag als "in Zustellung" vermerkt über's ganze WE- angekommen ist das Paket erst die Woche darauf an einem Dienstag. Des weiteren werden Ablageorte systematisch missachtet! Und jetzt erzählt Ihr es gibt keine Probleme im System?? Euer ganzes System ist der Fehler,am besten ihr setzt die Preise weiter nach oben und macht euren Service nochmal ein Stück schlechter als eh schon! Applaus für die Schlippsträger ganz oben im Vorstand,die haben den Schuss echt nich gehört!Augen verschließen und Geld einkassieren,typischer Kapitalismus👍👍👍
KI
17.09.2025

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Meinung: wie Trump Strategie - immer einfach irgendwelche Dinge erfinden und alternative Wahrheiten verbreiten! Abartig!
Michel
17.09.2025

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DHL ist der unschlagbare Weltmeister beim rausreden! Auch unsere Pakete sind bis zu einer Woche und manchmal länger unterwegs, und wenn ich jetzt da lese das auch noch eine Hitzewelle im Sommer mit Schuld ist, da falle ich fast vom Stuhl, und weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.....Das problem liegt zum größten Teil am massiven Stellenabbau und Einsparungen, um dann noch mehr Gewinn zu machen, mehr ist das nicht! Die bekommen halt den Hals nicht voll genug!
cf
17.09.2025

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Meinung: die Aussage "aber das sind keine systemischen Probleme“ ist geschickt formuliert - ich glaube DHL sofort, dass deren (technische) Systeme stabil und sauber laufen. Aber wenn ein Unternehmen 8.000 Menschen entlässt, dann könnte man es trotzdem als systemisches Problem bezeichnen, denn es zeigt sich, dass die Geldgier größer als das Verantwortungsgefühl für die Mitmenschen ist - und DIESES systemische Problem ist schwieriger zu lösen als irgendwelche klemmenden Laufbänder..
Mathias Wegener
16.09.2025

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Auch im verlinken Original Interview bleibt Frau Hagleitner sehr wage. So würde mich zum Beispiel einmal dringend interessieren, wie die doch sehr kurze Hitzewelle dieses nicht besonders heißen Sommers 2025 bitteschön die Post beziehungsweise DHL getroffen haben soll. Fuhren dann plötzlich keine Autos mehr? Kippten reihenweise die Zusteller um? Vermehren sich vielleicht Pakete bei höheren Temperaturen von ganz alleine, so wie man das von Bakterien kennt? Oder was war es sonst? Wohlgemerkt, dieser Sommer war nun alles andere als überaus heiß. Da gab und wird es wahrscheinlich auch zukünftig auch immer mal wieder ganz andere Sommer geben. Was macht DHL dann? Und angeblich sei plötzlich die Sendungsmenge sogar im Briefbereich massiv angestiegen, was keiner voraussah. Ja und was sind jetzt die Ursachen dafür? Eine statistische Anomalie? Kein Wort darüber, nicht mal andeutungsweise. Nun weiß ich natürlich nicht, ob das Interview vielleicht stark gekürzt wurde. Mag sein. Von dem was ich da lese hätte man auf das Interview auch gut und gerne verzichten können. Irgendeinen spürbaren Informationsgewinn gibt es davon nicht.
Frank2
16.09.2025

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Naja, das Problem liegt nicht unbedingt am System aber beim Vorstand. Es fällt schon negativ auf wenn man nur 2-3 mal gesammelt die Post bekommt und Pakete komm seit einem Jahr erst in drei tagen oder vier vielleicht auch schon zwei....