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DHL stampft Gewinnerwartung ein

Veröffentlicht: 01.11.2024
imgAktualisierung: 01.11.2024
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
01.11.2024
img 01.11.2024
ca. 2 Min.
DHL Group Logos
kittyfly / Depositphotos.com
Die DHL Group wird ihre Gewinnprognose aufgrund des schlechten Geschäfts in diesem Jahr nicht erreichen.


Es läuft nicht beim Bonner Logistiker. Das schwache Firmenkundengeschäft und der starke Rückgang beim Briefvolumen zwangen den Konzern jetzt dazu, seine Gewinnprognose für das aktuelle Jahr herunter zu korrigieren. Ursprünglich plante DHL für das Gesamtjahr 2024 einen operativen Gewinn (Ebit) von 6 bis 6,6 Milliarden Euro, reduziert diese Erwartung nun aber auf über 5,8 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr lag der Gewinn noch bei 6,3 Milliarden Euro, allerdings auch deutlich geringer als noch im Rekordjahr 2022, als man 8,4 Milliarden Euro einfahren konnte. Aufgrund der „schwachen wirtschaftlichen Dynamik“ blieben auch die Fracht- und Paketmengen hinter den Erwartungen zurück.

Kein Aufschwung zum Jahresende

Wie aus der Meldung der DHL Group hervorgeht, konnte auch der erwartete saisonale Aufschwung im Online-Handel seit Ende September die Schwächen nicht kompensieren. Besonders der Bereich B2B bleibt schwach, obwohl traditionell gegen Ende des Jahres ein Anstieg von Sendungen an Endkunden aufgrund der Weihnachtssaison und Rabattaktionen wie Black Friday zu beobachten ist. Das Briefvolumen ging im dritten Quartal stärker als im Vorjahr zurück, was die Lage verschärfte.

Die vorläufigen Quartalszahlen zeigen eine Stagnation im operativen Gewinn von rund 1,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während das Frachtgeschäft und der nationale Pakettransport außerhalb Deutschlands schwächelten, überraschte das gewinnbringende Geschäft mit zeitkritischen Sendungen positiv. Auch der Bereich Lieferketten-Logistik, der Dienstleistungen wie Lagerhaltung und Versandabwicklung anbietet, entwickelte sich positiv. Das deutsche Kerngeschäft entsprach den Markterwartungen, wobei es einen einmaligen positiven Effekt gab, so aus den vorläufigen Zahlen zu entnehmen.

Auch mittelfristige Prognose wird herabgestuft

Auch für die kommenden Jahre gibt sich der Logistiker pessimistisch, die mittelfristigen Erwartungen für den Gewinn wurden ebenfalls nach unten korrigiert. Für das Jahr 2026 wird nun ein Gewinn von über 7 Milliarden Euro erwartet, was unter den bisherigen Prognosen von 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro liegt.

Die endgültige Bilanz wird die DHL Group am 5. November veröffentlichen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 01.11.2024
img Letzte Aktualisierung: 01.11.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
4 Kommentare
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M.Zang
05.11.2024

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Tja, ständige Preiserhöhungen in diesen schwierigen Zeiten bringen Händler dazu sich günstigere Versandunternehmen zu suchen. DHL ist nun auch nicht der einzige auf dem Markt. Wenn die Preiserhöhungen nicht mit dem immer schlechteren Service übereinstimmen, dann sollte sich DHL mal Gedanken machen.
Klaus
05.11.2024

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Wundert mich nicht Wir haben uns der Preispolitik und der Überlastung zur Weihnachtszeit von DHL auch angepasst und uns nach anderen Dienstleister erfolgreich umgesehen. Wir wollen ja nicht das DHL kollabiert.
JK
04.11.2024

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So oder so ähnlich dürften die kommenden Schlagzeilen aussehen... DHL-Vorstand: Die Realität holt die Preisstrategie ein Die Erfolgsgeschichte des DHL-Konzerns stößt offenbar an eine Grenze: Mit den jüngsten Herausforderungen am Markt wird auch die aggressive Preispolitik des Logistikriesen zunehmend hinterfragt. In einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit setzte das Unternehmen auf regelmäßige, deutliche Preisanhebungen – auch als sich eine mögliche Rezession abzeichnete. Kurz konnte DHL durch die höheren Preise solide Gewinne verzeichnen, doch nun zeigen sich die Grenzen dieser Strategie. Kunden und Unternehmen spüren die wirtschaftliche Abkühlung, und die Bereitschaft, immer höhere Logistikkosten zu tragen, nimmt ab. Die einst als notwendige Anpassung dargestellten Preissteigerungen könnten sich als Belastung für die Kundenbindung und die generell Kaufbereitschaft der Bürger erweisen. Es ist eine Herausforderung für das Management, die Balance zwischen kurzfristigen Einnahmen und langfristiger Marktstabilität zu finden. Die Strategie, die in Krisenzeiten Gewinne sichern sollte, gerät jetzt ins Wanken – und der DHL-Vorstand steht vor der Aufgabe, zu beweisen, dass der Kurs flexibel genug ist, um auch in schwierigen Zeiten das Vertrauen der Kunden zu bewahren.
CF
01.11.2024

Antworten

Tja, das kommt davon wenn man in der Weihnachtszeit wegen „zu viel zu tun“ die eh schon hohen Preise noch mit einem Zuschlag versieht. Dann wechselt man als Händler halt zu günstigeren Logistikern. Preiserhöhungen führen halt manchmal zu weniger Umsatz - Onlinehändler kennen diesen Preiskampf, aber DHL muss da wohl noch lernen :-)