Gestern erst hat die Bundesnetzagentur die finalen Spielräume für eine mögliche Erhöhung der Brief- und Paketpreise ab 2025 bekannt gegeben, jetzt zieht die DHL Group nach und informiert über die geplanten Preissteigerungen. Die neuen Preise in den drei Kategorien Privatkundenpost, Geschäftskundenpost und Privatkundenpakete wurden bereits heute bei der Bundesnetzagentur beantragt. Werden diese durchgewunken, gelten die Preissteigerungen ab dem 1. Januar 2025 für zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2026. Die DHL Group rechnet nach eigenen Angaben mit einer Genehmigung durch die Behörde noch im Dezember dieses Jahres.
Grund für die Preissteigerungen sind laut dem Logistiker die erheblichen Kostensteigerungen, ausgelöst durch Inflation, steigende Löhne sowie die rapide sinkenden Briefmengen, die eine Anhebung der Preise unumgänglich machen. „Uns ist klar, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher Preiserhöhungen grundsätzlich kritisch sehen – ob beim Bäcker, im Supermarkt, an der Tankstelle oder eben bei der Post. Das ist verständlich“, heißt es von Nikola Hagleitner, Vorständin Post & Paket Deutschland der DHL Group. Gleichzeitig betont sie aber auch, dass der Konzern 187.000 Menschen beschäftigt, gute Tariflöhne zahlt und stetig in den Ausbau des eigenen Netzes investiert. „Das kostet viel Geld. Die Portoerhöhung ist gemessen daran noch zu gering und ein Brief kostet im europäischen Vergleich sehr wenig.“
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