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DHL gibt höhere Brief- und Paketpreise bekannt

Veröffentlicht: 13.11.2024
imgAktualisierung: 13.11.2024
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
13.11.2024
img 13.11.2024
ca. 2 Min.
Paketbote DHL
ifeelstock / Depositphotos.com
Die DHL Group hat jetzt die neuen Preise für den Brief- und Paketversand ab 2025 veröffentlicht.


Gestern erst hat die Bundesnetzagentur die finalen Spielräume für eine mögliche Erhöhung der Brief- und Paketpreise ab 2025 bekannt gegeben, jetzt zieht die DHL Group nach und informiert über die geplanten Preissteigerungen. Die neuen Preise in den drei Kategorien Privatkundenpost, Geschäftskundenpost und Privatkundenpakete wurden bereits heute bei der Bundesnetzagentur beantragt. Werden diese durchgewunken, gelten die Preissteigerungen ab dem 1. Januar 2025 für zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2026. Die DHL Group rechnet nach eigenen Angaben mit einer Genehmigung durch die Behörde noch im Dezember dieses Jahres.

Grund für die Preissteigerungen sind laut dem Logistiker die erheblichen Kostensteigerungen, ausgelöst durch Inflation, steigende Löhne sowie die rapide sinkenden Briefmengen, die eine Anhebung der Preise unumgänglich machen. „Uns ist klar, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher Preiserhöhungen grundsätzlich kritisch sehen – ob beim Bäcker, im Supermarkt, an der Tankstelle oder eben bei der Post. Das ist verständlich“, heißt es von Nikola Hagleitner, Vorständin Post & Paket Deutschland der DHL Group. Gleichzeitig betont sie aber auch, dass der Konzern 187.000 Menschen beschäftigt, gute Tariflöhne zahlt und stetig in den Ausbau des eigenen Netzes investiert. „Das kostet viel Geld. Die Portoerhöhung ist gemessen daran noch zu gering und ein Brief kostet im europäischen Vergleich sehr wenig.“

Briefe 95 Cent, Pakete über 4 Euro

So sollen die neuen Preise für die verschiedenen Produkte künftig aussehen:

ProduktAlter PreisNeuer PreisPreisänderung in %
Briefe Inland   
Standardbrief0,85 €0,95 €+11,76 %
Postkarte0,70 €0,95 €+35,71 %
Kompaktbrief1,00 €1,10 €+10 %
Großbrief1,60 €1,80 €+12,5 %
Maxibrief2,75 €2,90 €+5,45 %
Internationale Briefe   
Standardbrief International1,10 €1,25 €+13,64 %
Postkarte Ausland 0,95 €1,25 €+31,58 %
Pakete Inland   
Päckchen S3,99 €4,19 €+5,01 %
Päckchen M4,79 €5,19 €+8,35 %
Paket 2 kg (online)5,49 €6,19 €+12,75 %
Paket 5 kg6,99 €7,69 €+10,01 %

Die Gebühren für Privatpakete ins Ausland sollen vorerst gleich bleiben. Eine Anpassung erfolgt laut der DHL Group voraussichtlich im Juli 2025. Eine ausführliche Liste der neuen Brief- als auch Paketpreise hat der Konzern auf seiner Webseite veröffentlicht.

Produkte „Prio“, „Einschreiben Eigenhändig“ und „Nachnahme“ eingestellt

Im Zuge der Preiserhöhungen hat der Bonner Logistiker außerdem noch einmal bestätigt, zum 31. Dezember 2024 die wenig nachgefragten Produkte „Einschreiben Eigenhändig“, „Prio“ und „Nachnahme“ einzustellen. Kunden, die eilige Briefe versenden wollen, können stattdessen auf das deutlich teurere Einschreiben setzen.

Briefmarken mit den neuen Portopreisen und Ergänzungsmarken können ab dem 5. Dezember gekauft werden. Bereits vorhandene Marken können aber auch weiterhin mit entsprechenden Ergänzungsmarken verwendet werden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 13.11.2024
img Letzte Aktualisierung: 13.11.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
3 Kommentare
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peter@striegel.com
13.12.2024

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Das Ganze ist eine Schande. Alles zielt darauf , den kleinen online Selbständigen die ganzen Kosten zahlen zu lassen ,während Amazon , Ebay selber , Otto und andere höchstens 2 euro bezahlen für ein 2 kg Paket. Habe gerade für ein Paket mit 12 kg , an Versand zu Amazon , mit DPD nur 3.5 Euro bezahlt. Eine Versandmarke welche Amazon mir zugeschickt hat. Hätte ich das selber bei DHL bestellt , wäre ich mit mehr als 10 Euro dabei. Das zu Thema , DHL braucht mehr Geld.
Robert
17.11.2024

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Preiserhöhungen für Privatkunden sind mir weitgehend egal, da private Sendungen selten vorkommen und Postkarten oder Briefe kaum noch verschickt werden. Was mich jedoch wirklich stört, ist, dass die Preise für Geschäftskunden kaum günstiger sind als für Privatkunden. Hier müsste es einen deutlich größeren Unterschied geben. Es ist teilweise sogar günstiger, ein Paket aus dem europäischen Ausland nach Deutschland zu senden, als umgekehrt. Die Argumentation von DHL, dass die Preise unter anderem wegen des Rückgangs beim Briefversand steigen müssten, ist für mich unverständlich. Das ist, als würde ein Lebensmittelladen die Preise für Bananen erhöhen, nur weil keine Äpfel mehr verkauft werden – völlig unsinnig. Früher oder später schlägt dieser Preisbumerang zurück, und dann ist das Geschrei groß. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis solche Entwicklungen Konsequenzen haben. Kein Wunder, dass Firmen insolvent werden oder ins Ausland abwandern – unter anderem wegen der günstigeren Versandkosten.
Bentlin
14.11.2024

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Noch mehr Sand im mürben Getriebe des kleineren und mittelständigen Einzelhandels. Permanente Streichungen von vergünstigten Sendungen bei gleichzeitig drastisch steigenden Versandkosten, obwohl Post und DHL die letzten Jahre massive Zuwachsraten haben. - Wieso wird hier nichts von den Fachverbänden unternommen?!