DHL GoGreen Plus: Wie können Geschäftskunden die automatische Buchung deaktivieren?

Veröffentlicht: 30.05.2025
imgAktualisierung: 30.05.2025
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
30.05.2025
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DHL-Bote mit Lastenfahrrad
llcv / Depositphotos.com
DHL-Sendungen von Geschäftskund:innen werden ab dem 1. Juli automatisch mit dem Service GoGreen Plus verschickt. Widerspruch ist möglich.


Ab dem 1. Juli versenden DHL-Geschäftskund:innen automatisch Pakete mit dem Service GoGreen Plus. Wer diese zusätzlichen Beträge pro Paket nicht zahlen möchte, hat verschiedene Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten. 

Die Leistung wird GoGreen Plus dem Vertrag ohne Zutun hinzugebucht. Erklärtes Ziel der DHL ist es, mit dieser Maßnahme den CO₂-Ausstoß im Transport zu reduzieren. Allerdings ist mit der Versandoption GoGreen Plus auch ein Aufpreis verbunden. Die Preise scheinen je nach Vertragsgestaltung abzuweichen.OHN-Leser:innen berichten von Preisspannen zwischen 0,07 bis 0,15 Euro jeweils für die Produkte DHL Paket, DHL Retoure und DHL Kleinpaket. 

GoGreen Plus als Dauerbuchung individualisieren oder deaktivieren

Händler:innen können im Geschäftskundenportal die automatische Dauerbuchung von GoGreen Plus in den „Einstellungen zur Standardbeauftragung Versenden Paket&Waren“ anpassen. Hier lässt sich auswählen, ob man bei der „Kundenweiten Standardbeauftragung“ bleibt oder diese nicht nutzen möchte („Keine Standardbeauftragung“). Diese Einstellung muss für jedes Produkt (DHL Paket national, DHL Kleinpaket und DHL Retoure) einzeln vorgenommen werden.

Achtung: Diese Einstellungen funktionieren aber erst ab dem 1. Juli. Händler:innen können sich dafür eine Erinnerung einstellen. Der Service könne jederzeit und sendungsindividuell wieder aktiviert werden.

Widerrufserklärung für GoGreen Plus

Alternativ bietet der Bonner Logistiker auch eine Widerrufserklärung zur Vertragsanpassung an. Dafür wurde ein entsprechendes Formular eingerichtet, in das die Kundennummer sowie Kontaktdaten eingetragen werden müssen. Der Widerruf betreffe nicht den gesamten DHL-Vetrag, sondern ausschließlich den Service GoGreen Plus, heißt es.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 30.05.2025
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

KOMMENTARE
14 Kommentare
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Peter
09.07.2025

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Bei mir kann man das garnicht deaktivieren, da das Feld fehlt und heute ist ja schon der 09.07.2025. Wer gibt überhaupt das Recht DHL sowas im Alleingang zu entscheiden und nicht mal zu fragen, wir haben keine Vertragsanpassung bekommen und das ist ja die oberste Frechheit, wir sollen dafür zahlen dass das unternehmen DHL/Post was teils Staatlich ist und durch KFW gefördert wird sowie durch unsere Steuergeld von unserem Geld CO2 neutral wird, bei den horenden kosten was mittlerweile ein packet kostet, ist das eine Frechheit, der Service wird auch immer schlimmer.
UBu
07.07.2025

Antworten

Danke für die Anleitung. Und nicht vergessen, dass es für Retouren auch noch mal extra abgewählt werden muss! Über diesen Link: https://geschaeftskunden.dhl.de/customerconfig/return/standardordersettings
Sven
03.07.2025

Antworten

Danke für den Beitrag. Wir wurden zwar von DHL "nebenbei" über die erneute indirekte Preisanpassung unterrichtet, aber es ist nicht so einfach zu finden wenn man hauptsächlich im DHL GK-Portal unterwegs ist um alle erzeugten Etiketten in einem Rutsch zu drucken und abzuschließen. Die Preise werden immer verrückter. Maut & CO2 Zuschlag + Energiezuschlag sind derzeit auch wieder Netto 0,25€ bis 0,39€ je nach Paketgewicht (Energiezuschlag liegt bei 1,25% Stand 07-2025). Und ab 01.07.2025 noch die freiwillige Zwangsabgabe für GoGreen Plus. Dazu dann noch im November und Dezember der "Pak-Zuschlag". Kann das wirklich keiner besser? Direkt im DHL GKP von GoGreen Plus abmelden - So klappt es: 1. Im DHL GKP anmelden 2. Diesen Link öffnen: https://geschaeftskunden.dhl.de/customerconfig/ship/standardordersettings 3. Auf der Seite für jedes "Beauftragungsprofil" die Auswahl "Keine Standardbeauftragung" auswählen 4. Speichern - fertig!
oliver
01.07.2025

Antworten

DANKE, war easy zu deakvieren. Hatte mich grad über den gogreen audruck aufm label gewundert...
cf
03.06.2025

Antworten

Interessant, dass es überhaupt möglich ist. Ich stelle mir die Reaktion vor, wenn ein Kunde in unserem Shop z.B. Zahnpasta bestellt und im Kleingedruckten dann automatisch ein Produktabo daraus wird, welches er ja auf Wunsch dann später wieder deaktivieren kann. Schätze man kann nicht bis 3 Zählen bis die Abmahnung auf dem Tisch liegt.
Trekvogel
02.06.2025

Antworten

Wo genau, soll die Einstellung zu finden sein? "Einstellungen zur Standardbeauftragung Versenden Paket&Waren" finde ich nirgends.
Robert
03.06.2025
Das ist erst ab 01.07.2025 im Geschäftskundenportal verfügbar. Alternativ kann man einen klassischen Widerruf aufsetzen und an die Kundenservice-Adresse von DHL senden oder hier das kleine Formular ausfüllen: https://www.dhl.de/de/geschaeftskunden/paket/leistungen-und-services/services/service-loesungen/gogreen-plus/konfiguration-ggplus.html (auf der Seite ganz unten - Widerrufserklärung zur Vertragsanpassung) So haben wir es gemacht, kurze Zeit später kam schon die Bestätigung via E-Mail.
mo
13.08.2025
ich habe alles widerrufen und bekam trotzdem die Rechnung habe auch nochmal nach gesehen ich was verschickt habe mit Go Green . also das ist wirklich eine Frechheit , reine abzocke wie diese Lotto Kunden am Telefon immer voll die rufe morgen an , habe tatsächlich eine Mahnung da liegen von der DHL , Unverschämtheit , die sollten sich schämen, pfui
Gunni
02.06.2025

Antworten

Wo soll das Ganze noch hinführen? Die ganzen Kosten kann doch bald keine mehr bezahlen. Immer mehr Bürokratie usw. Es macht bald keinen Sinn mehr hier in Europa ein Unternehmen zu haben, wenn man nicht einige Mitarbeiter hat ( die man dann auch bezahlen kann ) Es reicht irgendwann mal! Die Grenze ist erreicht!
Anja
04.06.2025
Super Tipp Robert, wir haben es jetzt auch erstmal so gemacht, aber sicherlich kommt bald keiner mehr an irgendwelchen irreführenden Erhöhungen vorbei....
oejendorfer
01.06.2025

Antworten

Ganz vergessen wurde, das DHL jetzt für alle Pakete eine monatliche Zwangspauschale einführt Was sagt denn der Händlerbund dazu ? mfg Wolfgang Köbke
Hoppy
02.06.2025
Das klingt mir ja fast schon wie eine Abo falle die hier DHL mit der Zwangspauschale einführt. Selbst wenn man Urlaub hat soll man zahlen.
dirk
31.05.2025

Antworten

Das ist reine Augenwischerei und schlichtes Greenwashing. Ob bei einem Paket GoGreen oder GoGreen Plus dazugebucht wird oder nicht hat null - NULL - Auswirkung darauf, wie das Paket transportiert wird. Es wird genauso wie die Sendungen ohne GoGgreen in denselben Diesel-Transportern, Diesel-LKWs, E-Transportern oder auch per Flugzeug transportiert. DHL investiert in nachhaltige Transportlösungen wie E-Transporter, Biogas-LKWs und Sortierzentren mit Solaranlagen. Das ist gut so. Aber es gibt doch gar keine Alternative. Abgesehen davon, dass im Verkehr sowieso die Umstellung auf mehr und mehr elektrisch angetriebene Fahrzeugen unvermeidbar ist und bei Neubauten sowieso Solaranlagen auf den Dächern mittlerweile vielfach verpflichtend sind (wobei Solaranlagen ja sowieso eher ein Business-Investment sind, denn sie vermindern schließlich die Stromkosten in dem DHL-Zentrum, wenn sie sie sogar nicht ganz ersetzen oder sogar übertreffen.) Es wäre für einen Konzern wie DHL - Marktführer in Deutschland, international tätig und Sponsor vieler bedeutender kultureller und sportlicher Events - allein aus PR-Gründen ein Desaster, würde man auf diese Maßnahmen zu mehr Umweltverträglichkeit verzichten. Und so dienen Zuschläge wie GoGreen, GoGreen-Pus aber auch der Maut-&CO2-Zuschlag, Energie-Zuschlag, Peak-Zuschlag, Peak-In-Peak-Zuschlag, sowie die neue Monatspauschalen nur einem: Mehr Umsatz. Und dazu, die wahren Kosten pro Paket immer weiter aufzufasern und zu verschleiern.
Tom
01.07.2025
...könnte man sagen DHL genießt "Narrenfreiheit" ? Die letzte Preiserhöhung - so habe ich das verstanden- sollte dazu dienen zusätzliche Kräfte in Spitzenzeiten zu akquirieren - nachdem verkündet wurde "Deutsche Post streicht 8.000 Arbeitsplätze". Nach wie vor gibt es viele Sendungen die als verspätet deklariert werden. Dividende werden wohl nur ausgeschüttet wenn der Gewinn stimmt. Ob die Kunden zufrieden sind ist mittlerweile nicht mehr wichtig. Bitter. Echt Bitter!