DHL führt neue Extra-Gebühr ein

Veröffentlicht: 08.04.2025
imgAktualisierung: 08.04.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.04.2025
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DHL-Zusteller
ifeelstock / Depositphotos.com
Zu der Peak-Gebühr im November und Dezember werden rund um den Black Friday weitere Kosten auf DHL-Kunden zukommen.


Bereits seit 2022 erhebt die DHL rund um das paketreiche Weihnachtsgeschäft eine Peak-Gebühr. In den Monaten November und Dezember werden 19 Cent zusätzlich pro Paket fällig. Damit will der Bonner Logistiker auch in Zeiten starker Nachfrage die Qualität in der Zustellung weiter hochhalten.

Zu der Peak-Gebühr kommen nun noch weitere Kosten. Rund um den Black Friday wird der Konzern für einen Zeitraum von zwei Wochen weitere Gebühren pro Paket verlangen. „Wir können bestätigen, dass wir begonnen haben, unsere Geschäftskunden frühzeitig darüber zu informieren, dass wir im diesjährigen Vorweihnachtsgeschäft einen zusätzlichen Zuschlag für DHL-Sendungen in den zwei mengenstärksten Wochen während der Black Week und Cyber-Week vom 24. November bis 7. Dezember 2025 einführen werden – zusätzlich zum gewohnten Peak-Zuschlag von 19 Cent, der vom 1. November bis 31. Dezember für die Geschäftskunden anfällt.

Teure Zusatzmaßnahmen machen neue Gebühr erforderlich

DHL begründet diese Maßnahme mit den gestiegenen Kosten rund um die Aktionstage Black Friday und Cyber Monday. Um die Paketmengen zu bewältigen, ist der Bonner Logistiker auf zusätzliches Personal sowie weitere Fahrzeuge angewiesen. Um die Kosten dafür zu decken, wird die neue Gebühr – zusätzlich zu den ohnehin schon erhobenen 19 Cent pro Paket – eingeführt. „Der Zuschlag ist erforderlich, da wir die Kapazitäten unseres Netzwerks in diesem Zeitraum durch sehr teure Zusatzmaßnahmen erweitern, um die erforderlichen Ressourcen für die Bearbeitung der hohen Sendungsmengen bereitzustellen“, heißt es vom Logistiker weiter.

Sondergebühr von 50 Cent pro Paket

Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen wollte sich die DHL nicht zur genauen Höhe der neuen Gebühr äußern. Laut dem Bundesverband Onlinehandel (BVOH) soll diese allerdings bei 50 Cent pro Paket liegen. Für Händler würde das in Summe also 69 Cent pro Paket zusätzlich über einen Zeitraum von zwei Wochen bedeuten.

Vermeiden lassen sich diese zusätzlichen Gebühren für Verkäufer, wenn sie ihre Sendungen außerhalb des entsprechenden Zeitraums einliefern. Dafür bieten sich beispielsweise vorgezogene Aktionen im Rahmen des Singles Day (11.11.) an. Der Schnäppchentag erfreut sich vor allem im asiatischen Raum großer Beliebtheit, findet aber auch in Deutschland immer mehr Zulauf.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 08.04.2025
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Redaktion

Redaktion

KOMMENTARE
20 Kommentare
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Y.K.
12.04.2025

Antworten

Der Preiserhöhungsphantasie sind keine Grenzen gesetzt...!?! Unfassbar!!! Ist es nicht so, dass durch ein erhöhtes Paketaufkommen auch ein erhöhter Umsatz erzielt wird? Erhöhte Personal- und Fahrzeugkosten sollten doch durch den höheren Umsatz gedeckt sein. Wenn dem nicht so ist, wäre doch grundsätzlich an DHLs Kalkulation was verkehrt! Das wiederum kann ich nicht glauben angesichts der Gewinnausschüttungen für die Aktionäre - aber anscheinend reicht eine Dividendenrendite von 4,65% nicht. Es geht hier also nicht um Qualität oder gar gute Arbeitsbedingungen, sondern lediglich um Gewinnmaximierung. Nun ja, wir vermeiden DHL schon lange so gut es geht und sind sehr zufrieden mit den Mitbewerbern.
cf
10.04.2025

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Neue Idee ohne Meckern: Wir Onlinehändler könnten uns doch einfach neue Aktionstage ausdenken, die wir dann spontan mit kürzester Vorlaufzeit bewerben und starten. Die Termine stimmen wir mit kürzester Vorlaufzeit ab und gut. Da kann DHL dann nicht so schnell reagieren und irgendwelche Zeiten für höhere Preise festlegen, denn dafür ist das Unternehmen zu groß um so kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Einfach mal das Spiel umdrehen, denn bis jetzt mussten wir uns auf plötzliche Preisänderungen einstellen - dann muss DHL sich auf plötzlich auftretenden Massenversand einstellen ... Wie wäre es z.B. mit dem 01.05. als Mai-buy-Day :-)
frank
09.04.2025

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DHL ist gut, wir sind seit 20 Jahren bei denen. Versendungen mit anderen Anbietern, streikbedingt, haben uns deren Schwächen aufgezeigt und wir sind überzeugter DHL Kunde. Aber: Übertreibt DHL das nicht langsam mit diesen ständigen Preiserhöhungen? Jetzt auch noch für "Peaks"?? Das sollte mal ein Händler probieren, seinem Kunden Zuschläge in Rechnung zu stellen, weil andere Kunden oder eben dieser soviel bestellen??????
Max Sonntag
10.04.2025
UPS berechnet seit Jahren für 8-12 Wochen zum Jahreswechsel über 6 Euro netto Saisonzuschlag für Sperrgut. Das geben wir selbstverständlich ab unsere Kunden (mit entsprechendem Hinweis) weiter. Leider sind einige Menschen durch Amazons kostenlosen Versand nicht mehr in der Lage, die Dienstleistung Warentransport richtig zu bewerten. Diesen Kunden die kostenlose Abholung in unserem Versandlager. 😉
Max Sonntag
09.04.2025

Antworten

Ach herrje, das Gejammer. Wenn man Kaufmann ist, kalkuliert man das einfach mit ein, fertig. 0,50 € extra für 2 Wochen in der Vorweihnachtszeit lassen sich so einfach übers Jahr einkalkulieren. Wenn 2 Wochen mal die Pakete 0,50 € teurer sind, macht das kalkulatorisch übers Jahr bei unserer (selbst für kleine Versender) gerade mal 2 Ct aus. 1000 Sendungen pro Jahr = 20 Sendungen pro Woche = 10,00 € Mehrkosten pro Woche 20,00 € : 1000 Sendungen = 0,02 € Also von was reden wir hier eigentlich? Bevor man sich künstlich aufregt, sollte man sich lieber mal mit Kalkulation beschäftigen. Wir sind schließlich Kaufleute, oder sollten es zumindest sein.
Robert
10.04.2025
Es geht nicht ums Jammern, sondern um stetige Preisanstiege – so gering sie auch erscheinen mögen. Ein paar Cent hier, ein paar Cent dort, und am Ende macht es einen spürbaren Unterschied. Wer glaubt, dass 0,02 € keine Rolle spielen, hat aus meiner Sicht das kaufmännische Denken verfehlt. Ich bin Unternehmer, um wirtschaftlich zu handeln – nicht, um mein Geld für Nebensächlichkeiten auszugeben, selbst wenn es nur um Cent-Beträge geht. Und ich bin mir sicher: Die meisten hier können sehr wohl kalkulieren, sonst würden sie sich kaum so klar über diese Entwicklung der DHL äußern.
Marc
09.04.2025

Antworten

Naja wenn man regelmäßig 2 Zusteller in ein Haus schickt dann wird sich das wohl in den Kosten bemerkbar machen. Hintergrund: wir bekommen DHL am Vormittag per Briefzusteller und am Nachmittag vom Paket Zusteller und jeden 2ten Tag gar nichts und am Wochenende mit einem gewissen Glücksspiel ... unsere Kunden berichten uns ähnliches..... für diesen Service dann zusätzliche Gebühren ist wohn nicht der "Optimale" Weg.
K.I
09.04.2025

Antworten

Meinung: Diese Maßnahme ist ein direkter Schlag ins Gesicht für alle Onlinehändler, die ohnehin schon mit schmalen Margen kämpfen. DHL nutzt die hohen Paketmengen gezielt aus, um sich auf Kosten der Händler die Taschen noch voller zu machen – ein Paradebeispiel für Monopol-Mentalität. Der „Qualitätszuschlag“ ist ein Euphemismus für pure Profitgier, denn Qualität sollte selbstverständlich sein, nicht saisonal käuflich. Während Händler für den Ansturm schuften und kämpfen, kassiert DHL doppelt ab, ohne echte Transparenz über die tatsächlichen Kosten offenzulegen. Diese Zusatzgebühr ist nichts anderes als ein verdeckter Preisanstieg in Hochphasen, der dem Handel ohne Wahlmöglichkeit aufgezwungen wird – dreist, und marktschädlich. Die gesamte "Führungsetage" gehört entlassen! "die Qualität in der Zustellung weiter hochhalten" was für eine Qualität? Hört sich nach Trumps alternative Fakten /Wahrheiten an! Weshalb mehr Fahrzeuge wo doch dieses Jahr 8000 Mitarbeiter entlassen werden???? "Vermeiden lassen sich diese zusätzlichen Gebühren für Verkäufer, wenn sie ihre Sendungen außerhalb des entsprechenden Zeitraums einliefern" Tolle Idee! Im Februar wäre eine gute Zeit nach den Weihnachtsretouren! (Auf die Retoure könnte auch noch ein Peak Zuschlag erhoben werden).
Harald
09.04.2025

Antworten

Zu DHL fällt mir nur nich ein Wort ein, Abzocker. Ich hoffe, dieses Mal verlieren die Abzocker so viele Kunden, dass sie diesen Wucher freiwillig zurücknehmen. Sollten die das einführen, wäre ich schon mal raus
anja
09.04.2025

Antworten

zusatzgebühren zu den gerade um mindestens 70 cent erhöhten gebühren ? (lt. deren aufdrucken aber angeblich wegen klima, obwohl die unverändert bzgl. fahrzeugen und mehrfachfahrten ausliefern wie seit jahrzehnten) ..... man findet ja immer neue ausreden, um den leuten das geld aus der tasche zu ziehen. klingt nach politikern.
Frohnbachtaler Edelbrände
09.04.2025

Antworten

die Rechnung ist doch einfach: mehr Umsatz = noch mehr Gewinn durch Einsatz von billigen, ungeschulten Aushilfen. Wahrscheinlich Langzeitarbeitslose die vom Arbeitsamt bezahlt werden. Kostenlose Empfehlung an DHL: Bei Sonnenschein: Schönwetterzuschlag, bei schlechtem Wetter: Schmutzzulage, bei Zustellung bis 12.00 Uhr: Frühzustellerrabatt, Zustellung bei Dunkelheit: Mondzuschlag, bei Versand mit der Konkurrenz: monatliche Pauschale von 100,00 € an DHL wegen erspartem Ärger
Mathias
09.04.2025

Antworten

Unglaublich, die Zustellquote und Zustellgeschwindigkeit werden bei uns seit Jahren schlechter. Am Blackfriday nehmen wir nicht teil und sollen dafür zahlen, für eine Leistung zahlen die wir nicht in Anspruch nehmen? Dieser Konzern ist ein Abbild der deutschen Gesamtsituation. Einfach nicht mehr haltbar. Ich bin dann auch für eine Strafgebühr für jede Verspätung eines DHL-Paket, ähnlich dem Modell bei der Deutschen Bahn. Wir können so nicht kalkulieren !!! Alle paar Wochen andere Preise, jedesmal müsste man die Rechtstexte anpassen. Wie soll das funktionieren? Unser zuständige DHL-Außendienstler will demnächst vorbeikommen, der kann sich auf was gefasst machen. Man sollte ernsthaft darüber nachdenken eine große Petition zu starten und bei der Bundesnetzagentur zu intervenieren.
Michaela
09.04.2025

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Extrazuschlag für höhere Paketaufkommen? DHL hat zur Weihnachtszeit einen Peak Zuschlag berechnet, diesen aber nicht erfüllt. So kann man auch eine Preissteigerung umsetzen und zusätzlich Geld scheffeln. Das gehört verboten. Vielleicht sollten wir Händler mal einen Verspätungszuschlag von DHL fordern für nicht erbrachte Leistung.
DJ
09.04.2025

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Wir haben sind schon vor langer Zeit umgestellt, was die richtige Entscheidung war. Wir liefern nur noch mit DHL an Packstationen / Filialen und dt. Nordseeinseln. Solange DHL China Lieferungen subventioniert und uns gleichzeitig Mondpreise mit dubiosen Aufschlägen anbietet, verzichten wir gerne darauf mit DHL zu arbeiten. Hinzu kommt, dass der Preisunterschied zu anderen Anbietern mittlerweile über €1,50 je Paket ausmacht.
S. Hochmuth
09.04.2025

Antworten

Das kann ja wohl nicht rechtens sein, wenn man selbst an diesen Aktionen nicht teilnimmt. DHL soll die Leute zur Kasse bitten, die für die Auslastung verantwortlich sind. Was sagt der Händlerbund dazu?
Michael
09.04.2025

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Wer bekommt den Hals nicht voll genug.......DHL: Ich Ich Ich
Melanie
09.04.2025

Antworten

Absolut nicht gerechtfertigt, die bekommen ihre Serviceleistungen ja nicht mal zu normalen Zeiten hin. Warenpost bzw. Kleinpaket ist derzeit bis zu einer Woche unterwegs. Es werden Leute ausgestellt wenn zu wenig verschickt wird und dann wundern sie sich wenn keiner bei dem Verein arbeiten will. Hauptsache die Gewinne für die Obere Liga ist gewährleistet, aber wenn ihr euch das leisten könnt bitte, dann wird DHL nun endgültig gekickt, es gibt andere Dienstleister.
Robert
08.04.2025

Antworten

Von DHL kann man sich ja glatt eine Scheibe abschneiden: Aus dem „Peak-Zuschlag“ wird jetzt anscheinend der „Double-Peak-Zuschlag Deluxe“ – oder wie auch immer man das neueste Kunstwerk der Preisgestaltung nennen will. Vielleicht übernehmen wir als Händler das Konzept gleich selbst: Statt Mengenrabatte zu gewähren, verlangen wir künftig einfach einen Aufpreis, wenn jemand denselben Artikel mehrmals kauft. Und wer richtig zuschlägt, bekommt obendrauf noch einen Extraaufschlag auf den ursprünglichen Aufschlag. Logisch, oder? Anstatt solche absurden Modelle zu erfinden, wäre es viel sinnvoller, sich endlich mit den tatsächlichen Problemen auseinanderzusetzen – zum Beispiel mit den massenhaften Billigimporten aus China und deren zweifelhaften Versandkonditionen zu absolut günstigen Preisen. Aber nein, man zieht es offenbar vor, die eigenen Kunden weiter zu schröpfen, bis wirklich nichts mehr zu holen ist. Vielleicht wäre es an der Zeit, in den Hochphasen einfach ganz auf DHL zu verzichten und auf Alternativen umzusteigen – ein stiller Boykott als Antwort.
andreas
08.04.2025

Antworten

DHL sollte sich das zusätzliche Geld bei denen holen, die das Verursachen, zb Amazon wir machen bei den genannten Tagen keine Sonderangebote, sollen dafür aber zur Kasse gebeten werden. Auch kann man mal für 2 Wochen nicht alle Artikel (Versankkosten incl.) neu kalkulieren. Bei gesamt 0,69 € lohnt sich fast schon Betriebsferien zu machen. Oder man macht am besten ganz zu.
cf
08.04.2025

Antworten

Wir werden in diesen Zeiten dann auf einen anderen Dienstleister wechseln - erst tausende von Stellen streichen und dann mit Erhöhungen kommen, weil ja zusätzliches Personal gebraucht würde. Andere Unternehmen würden sich freuen, wenn sie etwas zu tun haben, aber DHL scheint ja Auftragsabwehr zu betreiben -und das bei immer schlechter werdender Qualität. Wenn ihr an Weihnachten und black-Days Geld "abschnorren" wollt, dann macht euer Tagesgeschäft richtig, dann versenden die Händler auch mit euch #Puls