Wer international versendet, kennt das Problem: Die korrekte Beschreibung von Sendungsinhalten für den Zoll ist fehleranfällig, zeitaufwendig und setzt Fachwissen voraus. DHL Express will diesen Schritt nun automatisieren. Der Logistikdienstleister hat eine Lösung auf Basis von Computer-Vision-Technologie in seinen Buchungsprozess integriert, die aus einem einfachen Produktfoto in Sekunden eine zollkonforme Warenbeschreibung erstellen soll.
So funktioniert die neue Funktion
Händler:innen fotografieren den zu versendenden Artikel mit dem Smartphone oder einem anderen Gerät. Das System analysiert das Bild serverseitig, erkennt den Gegenstand und generiert eine strukturierte Beschreibung gemäß internationalen Zollstandards. Der Vorschlag wird anschließend angezeigt und kann bei Bedarf angepasst oder überschrieben werden. Eine Registrierung bei DHL Express ist laut Unternehmen nicht erforderlich.
Bessere Datenqualität, weniger Zollverzögerungen
DHL verspricht durch die neue Funktion eine höhere Datenqualität bei der Sendungserfassung – und damit weniger Rückfragen und eine schnellere Zollabfertigung. Dirk Olufs, EVP & Global CIO bei DHL Express, erklärt: „Wenn Sendungsdaten von Anfang an korrekt erfasst werden, profitieren alle weiteren Prozessschritte.“ Enna Zarate, Senior Vice President Digital Customer Solutions, ergänzt, dass die Warenbeschreibung ein zentraler Baustein der Customer Journey sei und das Unternehmen mit der Lösung direkt auf Kundenfeedback reagiere.
Die Funktion ist derzeit in acht Märkten aktiv: Deutschland, Kanada, Hongkong, Niederlande, Singapur, Südafrika, Spanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine schrittweise weltweite Einführung ist für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 geplant.
Artikelbild: https://www.depositphotos.com
Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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