DHL erweitert GoGreen-Plus-Portfolio – Opt-out-Pflicht bleibt

Veröffentlicht: 24.02.2026
imgAktualisierung: 24.02.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.02.2026
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DHL-Paket
ibogdan / Depositphotos.com
DHL Global Forwarding erweitert sein GoGreen-Plus-Portfolio um drei Modelle. Es bleibt für Händler aber bei der Opt-out-Pflicht.


DHL Global Forwarding erweitert sein Nachhaltigkeitsangebot und führt ein neues GoGreen-Plus-Portfolio ein. Ziel sei es, Geschäftskunden eine verlässliche, transparente und wirtschaftlich sinnvolle Reduktionsoption für Transportemissionen zu bieten – abgestimmt auf unterschiedliche Dekarbonisierungsziele, heißt es vom Konzern.

Im Zentrum steht GoGreen Plus Base. Dieses Basismodell ermöglicht für geeignete Sendungen eine pauschale CO2-Reduktion von zehn Prozent – ohne Mehrkosten gegenüber dem Standardtarif. Die Teilnahme erfolgt standardmäßig im Opt-out-Verfahren. Dieser Punkt sorgte allerdings schon in den vergangenen Monaten immer wieder für Kritik bei Händlern, die GoGreen nicht nutzen wollen und dies selbstständig deaktivieren müssen – was teilweise eine Herausforderung darstellte.

Drei Optionen für unterschiedliche Anforderungen

Die Reduktion wird über den Einsatz nachhaltigerer Kraftstoffe im DHL-Netzwerk erzielt und bilanziell angerechnet. Für ambitioniertere Zielsetzungen bietet DHL zwei weitere Ausbaustufen. GoGreen Plus Premium ermöglicht Emissionsminderungen von bis zu 85 Prozent. Kunden erhalten dabei eine transparente, relationenspezifische Preisgestaltung und detaillierte Nachweise über die erzielten Einsparungen.

GoGreen Plus Select richtet sich an komplexe, global verzweigte Lieferketten, in denen einheitliche Standardlösungen an Grenzen stoßen. Hier werden maßgeschneiderte Pakete entwickelt, die unterschiedliche Warenströme, Regionen und saisonale Profile berücksichtigen.

Alle drei Optionen basieren auf dem Book-&-Claim-Prinzip: DHL setzt in seinem eigenen Netzwerk Sustainable Aviation Fuel (SAF) und nachhaltigere Marinekraftstoffe ein; die damit verbundenen Emissionsreduktionen werden den Kunden gemäß international anerkannten Regeln bilanziell zugeordnet.

Die Initiative ist Bestandteil der Netto-Null-Strategie der DHL Group bis 2050. Bis 2030 will der Konzern zunächst einen Sustainable-Fuels-Anteil von 30 Prozent im operativen Betrieb erreichen.

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Veröffentlicht: 24.02.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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