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80 bis 90 Prozent: DHL baut Verbundzustellung massiv aus

Veröffentlicht: 01.10.2024
imgAktualisierung: 01.10.2024
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
01.10.2024
img 01.10.2024
ca. 2 Min.
DHL-Zusteller
ifeelstock / Depositphotos.com
Künftig soll ein Großteil der Briefe und Pakete zusammen zugestellt werden. Die sogenannte Verbundzustellung forciert die DHL schon länger.


Die Schere bei Briefen und Paketen geht immer weiter auseinander: Während die Paketmengen ein sukzessives Wachstum erleben, gehen die Briefmengen stetig nach unten. Darauf will die DHL Group reagieren und forciert schon seit Jahren, die sogenannte Verbundzustellung weiter auszubauen. Das Konzept ist nicht neu: Es sieht vor, dass Briefe und Pakete nicht mehr getrennt von verschiedenen Zustellern – etwa einem Briefträger oder Paketboten – ausgeliefert werden, sondern von einer einzigen Person. Besonders in den ländlichen Regionen wird diese Art der Zustellung bereits seit Jahren praktiziert.

Nun wird das Modell aber auch zunehmend auf städtische Gebiete ausgeweitet. Während der Anteil im Jahr 2017 noch unter 50 Prozent lag, soll er bis 2025 nun massiv angehoben werden.

Briefe und Pakete müssen enger zusammenwachsen

Wie Post&Paket-Vorständin Nikola Hagleitner jetzt im DHL-Podcast „Postcast“ betonte, plant der Bonner Logistiker künftig 80 bis 90 Prozent aller Sendungen mithilfe der Verbundzustellung auszuliefern. Dieser Wert liegt deutlich über den 70 bis 75 Prozent, die noch vor einigen Jahren als Zielwert für 2025 ausgegeben wurden.

In diesem Zusammenhang sprach die Vorständin aber auch die daraus entstehenden Herausforderungen an. Zum einen müssen die Mitarbeiter für diese Art der Zustellung geschult werden. Vor allem die Angestellten, die bislang in der reinen Briefzustellung gearbeitet haben, müssen bei der Umstellung mitgenommen werden. Zum anderen müssen auch die Fahrzeuge und Gebäude für die Verbundzustellung ausgerichtet werden. Hagleitner sieht dies allerdings für notwendig an, um auch 2023 „nicht nur relevant, sondern auch weiterhin der Marktführer“ zu sein.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 01.10.2024
img Letzte Aktualisierung: 01.10.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
2 Kommentare
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K.I
02.10.2024

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Weshalb wurde in diesem Zusammenhang nicht die geplanten massiven Preiserhöhungen von der Vorständin Nikola Hagleitner angesprochen?
M. Jagielska
02.10.2024
Solange wir "Kleinen" den Big Playern in unserer Branche die günstigen Versandtarife mitfinanzieren ist doch alles in Ordnung. Mittelfristig wird sich diese kostenintensive Zustellung der letzten Meile auch noch verändern, die Paketstationen sind sicher nur der Anfang. Wenn DHL jetzt auch noch den Paket- und Briefdienst komplett auslagern will, wird es noch mehr Umbrüche geben. Stichwort Privatisierung, der feuchte Traum der Marktradikalen! Mehr Wettbewerb, dann wird vermeintlich alles besser. Da werden sich einige in Zukunft noch sehr wundern, z.B. die Paketshops, die dann auch nur noch ein überflüssiger Kostenfaktor sind, die Postfilialen sind ja schon fast alle geschlossen. Mich wundert es wirklich, dass es immer noch Leute gibt, die die Augen vor der Realität verschließen, gerade in unserer Branche, mit schlechten Arbeitsbedingungen, lausiger Bezahlung und fehlendem Respekt vor der Leistung der Paketboten und einem schier unendlichen Heer von Subunternehmern, die sich selbst ausbeuten und offensichtlich einfach nicht rechnen können. AMAZON sucht in Anzeigen aktuell selbständige "Partner" für die Paketzustellung und lockt mit guten Verdienstmöglichkeiten, dass die Realtät in der Regel anders aussieht wird dezent verschwiegen. Glaubt wirklich noch jemand (außer Ökonomen und gewissen Politikern) an diese neoliberalen Märchenstunden und Erzählungen von der angeblichen Überlegenheit der freien Marktwirtschaft ?