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DHL ändert Regeln: Kein Widerspruch mehr gegen Packstation-Zustellung möglich

Veröffentlicht: 04.08.2025
imgAktualisierung: 04.08.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 1 Min.
04.08.2025
img 04.08.2025
ca. 1 Min.
Paket wird in Packstation eingelegt
ronstik / Depositphotos.com
Bisher konnten Paketempfänger die Zustellung an eine DHL-Packstation komplett ausschließen. Dies ist nun nicht mehr möglich.


Statt der teuren Haustürzustellung forciert die DHL immer mehr den Versand an eine der aktuell rund 15.000 Packstationen. Bis 2030 soll die Anzahl dieser verdoppelt werden. Bisher hatten die Paketempfänger die Möglichkeit, die Zustellung an eine solche Packstation auszuschließen, wenn der Zusteller den Kunden nicht zu Hause angetroffen hat. Über ein entsprechendes Formular auf der DHL-Webseite war es möglich, diesen Widerspruch einzulegen. Dies wurde nun geändert, ein genereller Widerspruch an die Zustellung an Packstationen kann nicht mehr erteilt werden.

Ausschluss von App-gesteuerten Packstation

Noch vor kurzem war auf der Webseite der DHL folgende Optionen auswählbar:

Screenshot web.archive.org

Nun wurde die zweite Option entfernt und Paketempfänger können nur noch die Zustellung an eine Packstation ohne Bildschirm ausschließen. Für Packstationen mit Display ist ein solcher Widerspruch nicht mehr möglich.

Screenshot dhl.de 04.08.2025 12 Uhr

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 04.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 04.08.2025
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Redaktion

Redaktion

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Ich
11.08.2025

Antworten

Was machen denn Gebehinderte oder Rollstuhlfahrer?????
Ego
11.08.2025
Oder gar Menschen ohne Mobiltelefon und anderePersonen, die sich nicht selbst helfen können. Vollständige Boykottage dieser diskriminierend Bedingungen und des Unternehmens tut dringend Not
ElaJii
06.08.2025

Antworten

Na, da wäre Chaos vorprogammiert oje oje... Das bekommen die logistisch doch gar nicht auf die Reihe. Den Rest hat JK schon super zusammengefasst. Bei uns im kleinen Dorf hätte ich nicht mal etwas gegen eine Packstation, in die ich dann auch meine Pakete stecken kann. Aber ich glaube DAS ist nicht der Plan... Eher: Keine Haustürlieferung auf dem Land und alle Dörfler müssen dann in die nächste Stadt tuckern, um ihre Pakete abzuholen.... ich sag nochmal: oje oje :-(
JK
05.08.2025

Antworten

Packstation statt Haustür? Nicht ohne Folgen Die jüngste Entscheidung von DHL, registrierten Packstation-Nutzern die Haustürzustellung nicht mehr automatisch zu gewähren, ist mehr als nur eine technische Umstellung. Sie ist ein Richtungswechsel mit Signalwirkung: Die Zustellentscheidung liegt künftig nicht mehr beim Kunden, sondern bei DHL selbst. Ob das langfristig zur Abschaffung der Haustürzustellung führt oder zur Einführung eines neuen Zuschlags – es bleibt offen. Sicher ist: Der Service verschlechtert sich, die Kosten steigen – für uns alle. Statt ein zentral gesteuertes und oft elektrisches Zustellfahrzeug effizient einzusetzen, sollen nun potenziell hunderte Kunden ihre Sendungen eigenständig abholen. Das bedeutet: 130 Fahrzeuge zur Packstation statt ein DHL-Transporter zur Haustür. Würde die Haustürzustellung flächendeckend wegfallen, hätte das konkrete Folgen: Laut ADAC kostet ein durchschnittlicher VW Golf rund 0,50 Euro pro Kilometer. Liegt die Packstation 2 Kilometer entfernt, entstehen für Hin- und Rückfahrt etwa 2 Euro Zusatzkosten pro Paketabholung. Hochgerechnet auf 6,2 Millionen Pakete täglich ergibt das: 12,4 Millionen Euro private Zusatzkosten – pro Werktag. Auf 260 Werktage im Jahr gerechnet: über 3,22 Milliarden Euro jährlich, die von Verbraucherinnen und Verbrauchern getragen werden müssten – stillschweigend und wahrscheinlich ohne gleichwertige Preisreduktion. Diese Zahl zeigt, wohin die Reise geht, wenn die Haustürzustellung zur Ausnahme wird oder nur noch gegen Aufpreis erfolgt. Diese Strategie mag kurzfristig Kosten bei DHL senken, sie verlagert sie aber ungefiltert auf die Kunden – während gleichzeitig die Zustellqualität sinkt. Für uns Händler ist das ein weiteres Glied in einer belastenden Kette: Marktplätze erhöhen Gebühren Werbekosten steigen (Google, Meta etc.) Logistiker kürzen Service Wir alle spüren die Folgen – in Form von Umsatzrückgang, Kundenunzufriedenheit und steigender Retourenquote. DHL sollte sich gut überlegen, wie weit man sich noch von einem kundenorientierten Ansatz entfernen will. Denn was am Ende bleibt, ist ein wachsender Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit – und den zahlen derzeit wir.