Nicht der erste Fall von Sabotage
Laut dem Innenminister Baden-Württembergs, Thomas Strobl, handelt es sich hierbei um eine neue Gefahrenlage, die von sogenannten „Low-Level-Agenten“ ausgehe und die im Auftrag von ausländischen Geheimdiensten agieren. „Wir sind nicht im Krieg, aber auch nicht mehr richtig im Frieden“, so der Politiker beim SWR. Man sei den Sicherheitsbehörden sehr dankbar, dass durch das Eingreifen ein mögliches Sprengstoffattentat verhindert wurde.
Es ist nicht der erste Anschlag dieser Art. Bereits im Juli 2024 hat sich ein Paket in einem Leipziger Luftfrachtzentrum selbst entzündet, dabei geriet ein Container in Flammen. Hier konnte im Nachhinein ebenfalls festgestellt werden, dass es sich um einen Brandanschlag auf den europäischen Luftfrachtverkehr handelte. Laut ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg soll auch hier der russische Geheimdienst den Auftrag für den Anschlag gegeben haben.
Dass sich das Paket auf dem Boden und nicht in der Luft in einem Frachtflieger entzündet hat, war wohl reine Glückssache. Auch bei den jetzt vereitelten Anschlägen wäre nicht ausgeschlossen gewesen, dass sich die Sprengstoffvorrichtungen in Lagerhallen oder im Paketwagen entzünden. Wie gefährdet sind Logistiker und Paketboten in der aktuellen Gefahrenlage bei ihrer täglichen Arbeit?
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