Ein Blick auf die Ausgaben für die Lieferung von Bestellungen macht deutlich, wieso Amazon im letzten Quartal nicht so hohe Gewinne wie eigentlich erwartet einfahren konnte. Vor allem die hohe Zahl an Prime-Mitgliedschaften scheint der Grund hierfür zu sein.

Vor Kurzem hat Amazon seine Geschäftszahlen für das vergangene dritte Quartal präsentiert. Zwar konnte der Online-Händler bereits zum sechsten Mal in Folge schwarze Zahlen schreiben, doch die Anleger zeigten sich alles andere als begeistert, da sie schlichtweg mit weitaus höheren Gewinnen rechneten. Amazon führte bei der Begründung für die vermeintlich enttäuschenden Zahlen unter anderem den Grund an, dass die Ausgaben für die Lieferung recht hoch ausfielen.
Wie Zahlen belegen, die von GeekWire zusammengetragen und präsentiert wurden, haben die Kosten für die Lieferung im letzten Quartal sogar ein neues Rekordniveau außerhalb des Weihnachtsgeschäfts erreicht. So lagen diese bei etwa 1,75 Milliarden US-Dollar und waren damit rund 700 Millionen US-Dollar höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Beachtet werden muss dabei, dass sich diese Summe aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Dazu gehören die Anzahl an Prime-Mitgliedschaften, die Menge an Kunden, die Versandkosten bezahlen sowie Bestellungen wiederum, die aufgrund der Höhe kostenfrei geliefert werden. Dementsprechend lagen die Einnahmen bei etwa 2,15 Milliarden US-Dollar – die Ausgaben dagegen bei 3,9 Milliarden US-Dollar.
© GeekWire - Screenshot
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