„Absurde“ Idee, geteiltes Echo
Die Post hat „Marie“ in einem internen Papier vorgestellt, dass dem Magazin 20 Minuten vorliegt. Darin heißt es, dass Senioren zu Hause „ein Basisangebot an Postleistungen“ anbieten könnten. Die Wohnung würde gleichzeitig zum Postschalter und zum „sozialen Treffpunkt“ werden. Dort könnten also Pakete abgegeben, aber zum Beispiel auch Briefe zum Versand vorbeigebracht werden.
In der Schweiz fallen die Meinungen zur kuriosen Projektidee mehrheitlich negativ aus. Viele, wie etwa Christian Capacoel von der Gewerkschaft Syndicom, halten die Idee für „absurd“: „Ich bin nicht sicher, ob viele Leute ihre Post in Privaträumen abholen wollen“, so Capacoel. Außerdem lasse sich ein vollwertiger Post-Service kaum von Privatpersonen abwickeln. „Rentnerin Marie wird keine Einzahlungen entgegennehmen können, vermutlich ist schon das Versenden eingeschriebener Briefe schwierig.“
Darüber hinaus sehen Capacoel und politische Parteien auch ganz praktische rechtliche Probleme. „Wer haftet, wenn Rentnerin Marie überfallen wird?“ Von Datenschutzfragen oder dem Postgeheimnis ganz zu schweigen, das in Privatwohnungen schwierig zu kontrollieren ist. Die Projektidee soll in einer kleinen Pilotphase getestet werden. Mit Schwierigkeiten wie Datenschutzfragen würde man sich, laut Schweizer Post, zu gegebener Zeit auseinandersetzen.
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