Transparenz ist das Minimum
Es kann nicht oft genug betont werden: Jeder Shop, der seine Kund:innen langfristig binden möchte, tut gut daran, seine Rückgabeprozesse so einfach wie möglich zu gestalten. Dafür gibt es nicht den einen richtigen Weg, aber es gibt einige grundlegende Aspekte, die in der Praxis beachtet werden sollten.
Ein guter Ausgangspunkt ist Transparenz – eine klare Kommunikation auf der Website über alle Elemente wie Kosten, Verfahren und Rückgabefristen klärt die Kund:innen auf und schärft so das Vertrauen in den Shop als faire:n Geschäftspartner:in.
Die Einrichtung eines Retourenport kann sich ebenfalls als Gamechanger darstellen: Kund:innen können dann selbst entscheiden, wo, wann und wie sie ihre Retoure abwickeln. Derzeit bieten zwar 68 Prozent der Händler:innen ein Retourenportal an, über das Online-Shopper ihre Retouren bequem abwickeln können. Verbesserungsbedarf besteht jedoch bei der Prozessoptimierung. Ein solches Portal soll Verbaucher:innen ermöglichen, ihre Retouren bequem abzuwickeln und eine papierlose Rücksendung zu ermöglichen. Dies kann durch verschiedene Rückgabemöglichkeiten wie Abgabe, Paketschließfach, Abholung etc. ergänzt werden. Das vereinfacht den Rückgabeprozess deutlich.
Retailer sollten auch darauf achten, dass ihre Kundschaft nicht aufwändig nach ausreichenden Informationen über ihre eingeleiteten Rücksendungen suchen muss. Sie sollten sie eher automatisch über jeden Schritt auf dem Laufenden halten, um Irritationen auf Kundenseite möglichst zu vermeiden. So können Shops ihre Kund:innen zum Beispiel in Echtzeit darüber informieren, sobald Rücksendungen im Lager eingetroffen sind und sie dann auch gleichzeitig wissen lassen, wann sie mit ihrer Rückerstattung rechnen können.
Kostenpflichtige Rücksendungen werden zunehmen, das ist keine Frage. Retailer müssen aber vor der Einführung zunächst einen Schritt zurückgehen, um sicherzustellen, dass ihre Kundschaft mit ihrem Einkaufserlebnis zufrieden ist. So könnten Shops etwa eine verlängerte Rückgabefrist (im Verbund mit weiteren Vorteilen) für Stammkund:innen in Form von Einkaufskreis-Mitgliedschaften anbieten oder auch weiterhin eine kostenlose Rücksendung, wenn Kund:innen bei der Rücksendung eines Artikels einen Gutschein für eine Sofortbestellung einlösen.
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Rücksendegebühren sind in Deutschland nicht erlaubt. Vermutlich ist das in ganz Europa so.
Die Grundlagen der Retouren sind gesetzlich festgelegt - da gibts also keinen Mangel an Transparenz.
Beide Seiten haben zurück zu geben was sie erhalten haben. Das bedeutet das der Verkäufer nicht nur die, im glauben an ein erfolgreiches Geschäft, investierten Versandkosten, Werbekosten, Personalkosten etc. vergeblich investiert hat da er den vollen Verkaufspreis inklusive hinsendekosten erstatten muss sondern auch das der Kunde die Ware auf seine Kosten zum Verkäufer zurück senden muss - und zwar in dem Zustand wie sie bei erhalt war.
Also eigentlich total simpel.
Das einzige verwirrende sind Verkäufer die in der Vergangenheit die Rücksendekosten übernommen haben und nun nach und nach wieder klar denken und dem Kunden diesen kleinen Teil der Last einer Retourensendung "aufbürden"
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Wie sich eine Händler/Kundenb eziehung rechnen soll, die vornehmlich aus bequemen Retouren und dem Einlösen von Gutscheinen besteht, will sich mir jedenfalls nicht erschließen...
Nach 19 Jahren in diesem Business (Textil) ist unsere Erfahrung:
1. Führte die erste Bestellung zu einer Retoure, liegt die Retourenwahrsch einlichkeit für künftige Bestellungen bereits bei über 50%.
2. Werden 3 Bestellungen nacheinander retourniert, wird aus diesem Kunde nie wieder ein rentabler Kunde, an dem man etwas verdienen kann.
3. Je mehr Artikel Kunden auf einmal bestellen, umso höher ist die Retourenwahrsch einlichkeit. Denn dann ist naheliegend, dass sich der Kunde während der Bestellung eher wenig mit dem einzelnen Artikel beschäftigt hat, wie die Größe ausfällt usw. - sondern einfach mal alles angeklickt hat, was er interessant fand. Und Gr. M passt ja bei Primark auch immer....
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