Angriffe auf Schiffe im Roten Meer wirken sich auf Belieferung Europas aus

Veröffentlicht: 08.02.2024
imgAktualisierung: 08.02.2024
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.02.2024
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Hamburger Hafen
silverjohn / Depositphotos.com
Die Angriffe im Roten Meer haben Auswirkungen auf das Frachtaufkommen im Hamburger Hafen.


Immer weniger Containerschiffe erreichen aufgrund der Krise im Roten Meer den Hamburger Hafen.

Die Angriffe der Huthis im Roten Meer haben zu einem erheblichen Rückgang des Frachtverkehrs nach Europa geführt, wie Daten des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigen. Aktuell passieren über 80 Prozent weniger Container die Meeresstraße und den Suezkanal als üblich. Deutsche Häfen wie Hamburg und Bremerhaven verzeichneten im Januar 2024 bei ankommenden Schiffen einen Rückgang von 25 Prozent.

Ursache für den Rückgang ist der Umweg, den viele Containerschiffe nehmen, um den Huthi-Angriffen zu entkommen. Statt durch den Suezkanal wählen sie den längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung, was zu einer zusätzlichen Reisezeit von etwa zwei Wochen führt.

Situation weniger dramatisch als angenommen

Trotz Luftangriffen der USA und Großbritanniens konnte bisher keine erhöhte Sicherheit auf der Route gewährleistet werden. Der Forschungsdirektor für Handelspolitik am IfW, Julian Hinz, betont jedoch, dass langfristige Störungen der Lieferketten nicht erwartet werden. Die aktuelle Lage erscheint dramatischer als ihre tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen, und die Lücken in den europäischen Häfen wird sich voraussichtlich wieder schließen, sobald der längere Fahrweg logistisch berücksichtigt ist. „Die gegenwärtige Situation sieht aber dramatischer aus, als sie gesamtwirtschaftlich ist“, betont er beim Spiegel.

Die Huthis greifen seit Monaten westliche Frachter im Roten Meer an, insbesondere solche mit Verbindungen zu Israel. Die USA und Großbritannien reagieren mit Gegenangriffen, neuerliche Attacken auf Frachter sind dennoch zu verzeichnen. Trotz des vorübergehenden Rückgangs der Ankünfte in deutschen Häfen zeigt die weltweite Menge verschickter Waren, dass der Welthandel stabil ist. Im Januar stieg die Anzahl der verschifften Standardcontainer sogar an, nahe am bisherigen Höchststand vor etwa zwei Jahren.

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Veröffentlicht: 08.02.2024
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