30.000 Briefe unterschlagen: Postbote stellt 4 Jahre keine Sendungen zu

Veröffentlicht: 17.01.2024
imgAktualisierung: 17.01.2024
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.01.2024
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Papierstapel
karidesign / Depositphotos.com
Mehr als 30.000 Sendungen soll ein Postbote jahrelang bei sich Zuhause gehortet haben.


Jahrelang hatte ein Briefträger Sendungen unterschlagen und bei sich gehortet.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Post im niedersächsischen Papenburg wird beschuldigt, über vier Jahre lang mehrere tausend Briefe und Zeitschriften nicht ausgeliefert, sondern stattdessen in seiner Wohnung gehortet zu haben. Die NOZ und Ostfriesen-Zeitung berichteten von etwa 30.000 betroffenen Sendungen. 

Ein anonymer Hinweis Anfang Januar führte schließlich zur Entdeckung des Vorfalls, woraufhin interne Sicherheitsexperten der Post die Polizei einschalteten. Der Mitarbeiter wurde inzwischen freigestellt und ist nicht mehr für die Post tätig. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stießen die Beamten auf meterhohe Stapel von Briefen. „Wir bedauern diesen Vorfall und entschuldigen uns bei den betroffenen Kunden für die Verzögerung ihrer Sendungen“, heißt es von einer Sprecherin der Deutschen Post.

Post will Briefe nun endlich zustellen

Der Mann soll nach Angaben der Bild-Zeitung unter psychischen Problemen leiden. Er habe die Briefe gehortet, weil er den Auslieferungsvorgang damit als abgeschlossen ansah. Nachdem der Vorfall aufgeflogen war, gestand er die Unterschlagung und kooperiert seither mit seinem ehemaligen Arbeitgeber und der Polizei. 

Die Post will die Sendungen nun endlich den entsprechenden Empfängern zukommen lassen. „Die vorgefundenen Sendungen werden nun sorgfältig von der Deutschen Post gesichtet und mit erklärendem Schreiben an die Empfänger weitergeleitet. Sollte dieses im Einzelfall nicht möglich sein, gehen die Sendungen mit einem erklärenden Schreiben an die ursprünglichen Absender zurück“, sagt die Post-Sprecherin.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 17.01.2024
img Letzte Aktualisierung: 17.01.2024
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Redaktion

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KOMMENTARE
2 Kommentare
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gunnar
22.01.2024

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scheinbar informiert die post wohl erst bei solchen mengen die polizei.??
der rest wird dann wohl intern unter den tisch gekehrt.?
unterschlagung, verstoß gegen das briefgeheimniss usw gehört auch bei kleinen mengen der polizei und nicht der post stasi mitgeteilt.
Torsten
18.01.2024

Antworten

Ich finde es schon toll wie verharmlosend das beschrieben wird. "Vorfall". Und "die Post liefert jetzt aus", 4 Jahre später. Aus Rechnungen sind Mahnungen und Inkassoschreibe n geworden...