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Bis zu 500 Millionen Euro: Deutsche Post soll erheblichen Steuernachlass erhalten

Veröffentlicht: 18.12.2023
imgAktualisierung: 18.12.2023
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.12.2023
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ca. 2 Min.
Logo Deutsche Post DHL
nitpicker / Shutterstock.com
Die Deutsche Post könnte schon bald Steuervorteile von mehreren Millionen Euro erhalten.


Die Deutsche Post könnte schon bald von einer deutlichen Steuererleichterung profitieren.

Die Bundesregierung hat gerade erst ein großes Sparpaket beschlossen, um die Lücken im Haushalt zu stopfen. Im gleichen Zuge soll nun aber auch der Deutschen Post ein erheblicher Steuernachlass beschert werden. Im Rahmen des sogenannten Postrechtsmodernisierungsgesetzes plant die Ampelkoalition den Bonner Logistiker von der Umsatzsteuerpflicht bei Geschäftskunden zu befreien. Laut dem Bundesverband Briefdienste (BBD) drohen durch diese Entscheidung „Steuerausfälle für Bund und Länder von grob geschätzten 500 Millionen Euro“, heißt es beim Spiegel. „Das sind in Zeiten knapper öffentlicher Kassen auch keine Peanuts.“

Wettbewerbsvorteil der Post könnte sich verschärfen

Kritik zum geplanten Steuernachlass für die Post kommt vor allem von den Konkurrenzunternehmen. Da die privaten Anbieter auch weiterhin die 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen müssen, stellt dies eine „akute Existenzgefährdung der verbliebenen unabhängigen Brieflogistiker“ dar, wie es in einem Schreiben an Bundesfinanzminister Christian Lindner heißt. Durch den Steuernachlass kann die Deutsche Post ihre Dienstleistungen künftig preiswerter als die Wettbewerber anbieten und sich damit einen erheblichen Vorteil verschaffen. Selbst wenn der Konzern nicht diesen Weg geht und seine Gebühren beibehält, bleibt der Steuernachlass letztendlich in den Kassen des Logistikers.

Inzwischen hat sich die Deutsche Post dazu geäußert und betont beim Spiegel, der geplante Wegfall der Umsatzsteuerpflicht sei kein Steuergeschenk, sondern der Bund würde damit nur geltendes EU-Recht umsetzen. „Es hätten sonst Milliarden an zu Unrecht erhobenen Umsatzsteuern rückabgewickelt werden müssen“, argumentiert der Konzern.

Erlös soll der Bahn zugute kommen

Hintergrund des geplanten Steuernachlasses ist der Plan der Bundesregierung, ihre Anteile an der Deutschen Post zu verkaufen. Mit dem Nachlass dürfte der Börsenwert der Deutschen Post steigen und die Erlöse bei einem Verkauf erhöhen. Diese will die Regierung einsetzen, um das Eigenkapital der Bahn aufzustocken. In den kommenden Jahren sollen Milliarden für den Ausbau der Schiene aufgewendet werden.

Veröffentlicht: 18.12.2023
img Letzte Aktualisierung: 18.12.2023
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
10 Kommentare
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Mr. Anonym
21.12.2023

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@Jörg:

Der Staat lässt sich (mal wieder) von einem Konzern auf der Nase herumtanzen, ermöglicht diesem ein "Leben wie die Made im Speck".
Die Frage, die man sich stellen sollte, lautet: Geschieht dies unwissentlich (= Inkompetenz) oder wissentlich (= Korruption).

Die (generelle) politische Immunität (im Inland) ist tatsächlich ein Problem: Wenn Menschen wissen "sie können machen was sie wollen, ohne Konzequenzen fürchten zu müssen", tun sie vieles, was sie sonst nicht tun würden und können zudem noch leicht verführt werden....
Andreas Schlagenhauf
21.12.2023

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Wenn die Deutsche Post / DHL nun keine Umsatzsteuer mehr für die Einnahmen, die sie mit den Geschäftskunden erwirtschaftet, ans Finanzamt zahlen muss, dürfen wir Geschäftskunden der DHL dann auch die Umsatzsteuer behalten und nur noch den reinen Nettobetrag an DHL zahlen? Wenn wir Unternehmer Umsatzsteuer berechnen und einnehmen, diese aber nicht an das Finanzamt abführen, machen wir uns der Steuerhinterzie hung strafbar. Es ist langsam wirklich nicht mehr tragbar, was die Regierung sich tagtäglich erlaubt. Wegen Beleidigung oder dergleichen wurden schon Politiker gedrängt, zurückzutreten. Es ist daher echt unverständlich, dass die Politiker, die momentan an der Macht sind, noch weit Schlimmeres sich leisten können und völlig ungestraft weitermachen können.
T. Zimmer
20.12.2023

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Bezieht sich das nur auf die Briefdienstleis tungen oder auch auf Pakete?
gunnar
19.12.2023

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irgendwie habe ich im gesetzbuch mal gelesen ,, vor dem gesetzt sind alle gleich ,, was habe ich da mistverstanden ??
also wenn doch immer für alle die gleichen gesetzte.!
erst schenker jetzt verscherbeln = die milliarden gewinne fllen bei der bahn als ausgleich weg und wir normalbürger und die selbständigen zahlen die zeche.
nur die 25% an dhl verscherbeln, wieder steuerloch auf kosten der kleinen arbeiter.
2 jahre die regierung noch und der staat hat nichts als unmengen verdeckter schulden.
ach nee , die haben dann ja vermögen, sondervermögen. :-((
Ralf-Ternes
19.12.2023

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Die Post macht Milliarden von Gewinnen. Letztes Jahr 8,4 Mrd. Das wäre, als ob man täglich einen Lottojackpot von 23 Mio Euro knacken würde. Locker könnte man ein oder 2 Mrd. in bessere Gehälter für die Bediensteten abzweigen. Nun bekommt die Post noch ne halbe Mrd. geschenkt. War da unser Scholz wieder am Werk, der dafür bekannt ist große Steuergeschenke an Konzernen zu vergeben wo er sich nicht erinnern kann. Der kleine Bürger soll aber für den vermurksten Haushalt aufkommen und an Großen Konzernen wird es rausgeschmissen . Nicht nur für die Post sondern auch z.B. für Intel. Wehe man will als kleines Unternehmen einen Förderung von nur paar tausend Euro haben.
mediyoo
19.12.2023

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Also mal ehrlich: wenn die Umsatzsteuer für Geschäftskunden wegfällt, dann ist das keine Steuerersparnis für die Post und auch kein Steuerausfall für Bund und Länder, da die USt von der Post an den Bund abgeführt wird und von den Geschäftskunden in Form der Vorsteuer wieder zurückgeholt wird… USt wird nur von Endkunden bezahlt. Bleiben also die Kleinunternehme r und die werden wohl kaum so große USt-Ausfälle verursachen…
K.I.
19.12.2023

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Diese Politiker gehören umgehend entlassen ohne weiter Bezüge, Abfindungen oder Pensionen. Unfassbar wie der Bürger bis zum abwinken gemolken wird und den Konzernen....

Was für ein Wunder das dann Parteien wie die AfD nur zuschauen brauchen wie die Wähler genau in ihre Richtung getrieben werden.

Nicht zu vergessen die massive sinkenden Leistungen und Servives der Deutschen Post / DHL in 2023. Dafür aber natürlich jede Menge "Preisanpassung en" und die Briefe brauchen auch nicht mehr pünktlich zugestellt werden.

Deutschland das Land der nie mehr aufgehenden Sonne! Gute Nacht
Thomas
19.12.2023

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Was soll man sich darüber noch aufregen?
Es wird uns jeden Tag gezeigt, wo unser Platz ist und was wir zu melden haben.
Aber dieses Unternehmen, was durch immer schlechteren Service neue Massstäbe setzt, jetzt auch noch auf diese Weise gegenüber den Mitbewerbern zu bevorzugen, ist schon ein starkes Stück.
Und es glaubt doch wohl niemand, das die Deutsche Post diese Ersparnis an die Kunden weitergibt.
Ein weiterer Beweis für die Einstellung unserer Volksvertreter.
Wasser predigen, Wein s.... lassen.
Klaus
19.12.2023

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Voll der Hammer!!! Und für 2024 wurden die Tarife von DHL für uns schon um 10% angehoben.
Andreas
19.12.2023

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War da nicht was? 60 Milliarden Steuerloch oder so? Aber gut, kann man sinnlos 0,5 Milliarden dafür verschenken! Toll, diese Ampel. Einfach toll. So unglaublich gut. Nicht.