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Otto will ab 2024 in kompostierbaren Versandtaschen versenden

Veröffentlicht: 04.04.2023
imgAktualisierung: 04.04.2023
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
04.04.2023
img 04.04.2023
ca. 3 Min.
Otto Group Logo auf Laptop
monticello / shutterstock.com
Der E-Commerce Anbieter Otto entwickelt in Kooperation mit dem StartUp Traceless eine Versandtasche auf Gras-Basis. Ab 2024 soll diese nun eingesetzt werden.


Bis alle Schritte der Produktionskette nachhaltig waren, war es ein langer Weg.

Die Kooperation zwischen Otto und dem Hamburger StartUp Traceless besteht bereits seit einiger Zeit. Eigentlich sollte auch zu Beginn dieses Jahres bereits ein erster Pilottest mit den Gras-Versandtaschen stattfinden. Es scheiterte am nachhaltigen Klebstoff. Für diesen haben die Entwickler jetzt aber Ersatz gefunden. Und so sollen die vollständig kompostierbaren Versandtaschen im kommenden Jahr endlich auf den Markt gebracht werden, wie es bei Fashionunited heißt.

Prozessoptimierung bis ins kleinste Detail

Man kann am gesamten Versandprozess an vielen Stellschrauben arbeiten, um diesen nachhaltiger zu machen. So setzt Otto, wie viele andere Händler, auch auf CO₂-sparende Logistik-Partner. Ein Projekt, welches zudem seit einigen Jahren schon in der Machte ist, ist die Reduzierung von Verpackungsmüll.

Hierfür kooperiert Otto mit dem StartUp Traceless, um eine auf Gras basierende Versandtasche zu entwickeln. Das Grundmaterial hatte dabei Traceless bereits entwickelt. Das Öko-Papier ähnelnde Material ist jedoch nur ein Teil des Prozesses rund um Versandverpackung. 

„Unser Anspruch ist es, dass Firmen unser Material auf bereits existierende Maschinen verwenden können. Das funktioniert – aber natürlich nicht auf Anhieb, denn die Maschinen sind jahrzehntelang auf konventionelle Kunststoffe optimiert worden“, zitiert Fashionunited die Traceless-Mitgründerin Anne Lamp.

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Aktueller Prototyp besteht aus beschichtetem Papier

Ein Problem, an dem der geplante Pilottest nun scheiterte, war die Verklebung der Versandtasche. Doch inzwischen gelang es Traceless ein auf Hitze basierendes Verfahren zur Verbindung zu entwickeln. Dieses kommt dabei komplett ohne zusätzliche, Kunststoff-basierende, Klebekomponente aus. 

Ein weiteres Problemfeld stellen derzeit noch teilweise benötigte Folien-Komponenten dar. Diese stellen sicher, dass die Versandtaschen auch witterungsbeständig sind. Hierfür arbeitet Traceless derzeit mit Partnern daran, das Grundmaterial weiter zu optimieren. Für den nächsten geplanten Testlauf werden jedoch mehrere mögliche Optionen im Blick behalten. Ein aktuell favorisierter Prototyp besteht aus beschichtetem Papier. Otto und Traceless zeigen sich optimistisch, mit dem Versand in diesem Prototypen im kommenden Jahr starten zu können.

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Veröffentlicht: 04.04.2023
img Letzte Aktualisierung: 04.04.2023
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Jörg Schauerhammer
05.04.2023

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Es ist wie in der Grammatik, wenn es nur oft genug gesagt wird, gilt es als richtig. Obwohl es eigentlich falsch ist. CO2-sparende Logistikpartner sind aus meiner Sicht solche, die evidente Möglichkeiten der Einsparung nutzen. Das ist bei Otto nicht zu erkennen.
Die Geschäfts- und auch aktuelle Preispolitik zielt ganz klar auf Zustellung in den Paketshop, weg von der Haustürzustellu ng. Die dadurch ausgelösten, notwendigen Individualfahrt en der Besteller erzeugen ein vielfaches an CO2 im Vergleich zur Haustürzustellu ng. Bei Betrachtung der gesamten Gleichung wird wohl beim Logistiker gespart, aber nicht CO2.