Ukraine-Krieg, Lockdown und Inflation bleiben Herausforderung
Wie auch andere Logistikfirmen aus der Branche rechnet DPDHL in naher Zukunft nicht damit, dass sich die Frachtraten plötzlich normalisieren, gleiches gilt für die Frachtkapazitäten – sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der Lockdown in Shanghai, China, werden die Situation eher verschärfen, hieß es. „Nach dem Ausbruch des Krieges hat sich der Welthandel bislang als resilient erwiesen, dennoch beobachten wir aufmerksam die zunehmenden Herausforderungen für die weltwirtschaftliche Entwicklung“, sagte Vorstandsvorsitzender Appel. Erst im vierten Quartal werde mit einer Normalisierung gerechnet. Nach der Aufhebung des Lockdowns in China rechnet der Konzern mit Aufholeffekten, sodass die coronabedingten Schließungen eher kurzfristig negative Auswirkungen haben könnten.
Angesichts der aktuellen Inflation liege ein starker Fokus darauf, in sämtlichen Geschäftsbereichen extremen Preistendenzen entgegenzuwirken: So wolle man bei DHL Express mit Kraftstoffzuschlägen reagieren und – ebenso wie im Bereich E-Commerce Solutions und Post&Paket – Preiserhöhungen regelmäßig durchführen. Bei DHL Supply Chain sollen in Kundenverträgen Klauseln zum Inflationsausgleich aufgenommen werden, des Weiteren werde angestrebt, durch Digitalisierung Arbeitskosten zu optimieren.
Die kurz- und mittelfristigen Prognosen wurden aber zunächst bestätigt: Das Konzern-Ebit soll im laufenden Geschäftsjahr in etwa 8 Mrd. Euro betragen, in 2024 wolle man es auf 8,5 Mrd. erhöhen. Rund 12 Milliarden Euro werden bis 2024 voraussichtlich in den nachhaltigen Ausbau der Transport-, Lager- und Sortierkapazitäten investiert.
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