FedEx will Tarifstruktur vereinheitlichen
FedEx erklärte, dass sich für die Belegschaft nichts ändere. Die in den Haustarifverträgen vereinbarten Bedingungen sollen auch künftig in den Arbeitsverträgen der Angestellten fortbestehen: „Für die aktuell beschäftigten Kolleg:innen haben jedoch alle in den Haustarifverträgen geregelten Arbeitsbedingungen weiter Gültigkeit. Sie werden auch nach deren Ablauf uneingeschränkt auf arbeitsvertraglicher Ebene weiter gelten“, so FedEx. Der Logistiker wolle die Tarifstrukturen auf diese Weise für alle Mitarbeiter in Deutschland vereinheitlichen.
Verdi kritisiert diese Vorgehensweise: Mit den regional unterschiedlichen Bestimmungen wäre eine Vereinheitlichung nicht gegeben und neue Beschäftigte würden überdies zu schlechteren Bedingungen eingestellt. Als Beispiel nennt Verdi, dass in Nordrhein-Westfalen ein langjähriger Fedex Courier in Tarifgruppe 4 mit Haustarifvertrag bis zu 1.500 Euro mehr verdient als ein Kurier mit dem Flächentarifvertrag in Entgeltgruppe 3. Die Gewerkschaft geht zudem davon aus, dass bisherige Tariflöhne für die bestehende Belegschaft nicht mehr erhöht werden, wie es bei den Haustarifverträgen üblich sei.
Verdi fordert FedEx deshalb auf, durch einen Überleitungs- und Ergänzungstarifvertrag die Bedingungen des Haustarifvertrages im Flächentarifvertrag abzusichern und so eine Teilhabe der Beschäftigten an der Tarifentwicklung zukünftig sicherzustellen.
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