Kontaktlose Zustellung und Abstellgenehmigungen könnten das Risiko, dass eine Sendung verloren geht, derzeit erhöhen. Müssen dafür bei DHL die Paketboten geradestehen?
Kommt eine bestellte Sendung nicht an, sondern geht stattdessen verloren, ist Frust vorprogrammiert. Derzeit werden coronabedingt jedoch immer mehr Waren verschickt – was auch das Verlustrisiko erhöht – sei es durch Betrugsmaschen oder die Abgabe beim Nachbarn, nach der das Paket nicht mehr auffindbar ist. Diesbezüglich steht auch das Verfahren der kontaktlosen Zustellung in der Kritik, das u. a. DHL seit März 2020 eingeführt hat, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Bei dieser Form der Übergabe klingelt der Zusteller, stellt das Paket ab und wartet mit etwas Abstand, bis der Empfänger herauskommt. Anschließend quittiert der Bote die Lieferung. Ähnliche Befürchtungen, dass Pakete verloren gehen, werden außerdem mit der anstehenden Änderung, dass DHL-Boten ab Juli bei Abstellgenehmigungen nicht mehr klingeln, in Verbindung gebracht.
Verschwindet etwa eine Online-Bestellung, muss der Händler haften, der dann wiederum beim Logistiker Schadenersatz verlangen kann. Bei DHL sollen letztlich die Paketboten für den Verlust geradestehen, wie derzeit die Welt mit Verweis auf Gewerkschaftsinformationen berichtet.
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