Der Kapitän des Frachtschiffs „Ever Given“ wird von der Kanalbehörde für die Blockade des Suezkanals im März verantwortlich gemacht. Äußere Einflüsse schließen die Ermittler aus.
Sechs Tage lang blockierte das Frachtschiff „Ever Given“ im März den Suezkanal, nachdem es in Schräglage geriet und auf Grund lief. Aufgearbeitet ist die Havarie noch immer nicht. Jetzt erhebt die Kanalbehörde schwere Vorwürfe gegen den Kapitän des Schiffs. Bei der Einfahrt in den Kanal drehte sich das Schiff laut Aufzeichnungen nach rechts, der Kapitän wollte es daraufhin zurück in die Mitte lenken. „Er gab zu viele Befehle in sehr kurzer Zeit, etwa acht Befehle in zwölf Minuten, was dem Schiff nicht genug Zeit zur Ausführung lässt. Das Schiff ist sehr groß, und es reagiert langsam“, so Sajid Schaischa, führender Ermittler der Kanalbehörde, laut Spiegel.
Äußere Einflüsse schließt die Behörde mittlerweile aus. Es habe keine technischen Probleme des Schiffs gegeben und auch starker Seitenwind habe nicht zum Unglück geführt, denn zuvor hätten mehrere Frachter mit ähnlicher Ladung und Größe den Kanal problemlos durchquert. Die Ergebnisse der Ermittlungen seien an die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) mit Sitz in London und an die japanischen Eigentümer geschickt worden.
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