Was müssen Händler beim Import und Export mit Großbritannien seit dem Brexit beachten? Der Artikel gibt einen Überblick.
Auch wenn der Termin lange feststand, ist der Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union im Zuge der Corona-Pandemie ein wenig in Vergessenheit geraten. Bis zur letzten Minute wurden Details verhandelt und so zumindest ein harter Brexit verhindert. Doch Unternehmen und Händlern blieb keine Zeit der Umgewöhnung. Das Resultat: große Verwirrung und Chaos an den Grenzen. Für alle Beteiligten wird es nun erstmal teurer – in Form von Verwaltungsaufwand, Zeit und natürlich auch Geld. Großbritannien ist und bleibt ein wichtiger Handelspartner für Deutschland. Der durchschnittliche Brite gibt im E-Commerce viel Geld aus, was das Vereinigte Königreich im Gegenzug zu einem lukrativen Markt für den deutschen Handel macht. Das gilt vor allem für so genannte Fast Moving Consumer Goods (FMCGs), also Produkte wie Nahrungsmittel, Körperpflegeprodukte, Reinigungsmittel und ähnliches. Schon die Aussicht auf den baldigen Austritt hat den gemeinschaftlichen Handel zurückgehen lassen; es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend nun noch weiter fortsetzt.
Auf Basis des aktuellen Handelsabkommens gelten für viele Produktkategorien fortan neue Regeln und unterschiedliche Zölle. Das macht die Formalitäten und auch die Kontrollen für den Handel mit Großbritannien im Moment sehr kompliziert und zeitaufwendig. Es gibt Nullzölle und Quoten – und auch die gelten wieder nur für bestimmte Produktkategorien. Einiges gilt ab sofort, andere Dinge greifen ab dem 1. Januar 2022 oder sogar erst final ab Oktober 2022. Ein paar der wichtigsten Aspekte für den Handel mit Großbritannien mal zusammengefasst:

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