DHL Warenpost: Neue Versandart für Geschäftskunden ab 1. Juli 2020

Veröffentlicht: 28.05.2020
imgAktualisierung: 28.05.2020
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
28.05.2020
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Postfiliale
<span style="font-size: 8pt;">Wirestock Images/Shutterstock.com</span>
Mit DHL Warenpost führt die DHL eine neue Versandoption für Geschäftskunden ein. Das neue Produkt soll die Warenpost National ablösen.


Am 1. Juli 2020 startet die DHL das neue Produkt „DHL Warenpost“. Damit soll die „Warenpost National“ ersetzt werden, die Ende des Jahres eingestellt werden soll.

Erst vor gut zwei Jahren führte die DHL die Versandoption „Warenpost National“ ein. Dies war eine Reaktion auf die strikte Trennung von Dokumenten und Waren und sollte hiesigen Händlern den Versand kleiner Waren innerhalb Deutschlands erleichtern. Ende 2020 wird das Produkt offenbar wieder eingestellt. An dessen Stelle soll das Produkt „DHL Warenpost“ treten – und zwar schon am 1. Juli, wie die offizielle Seite verrät.

Das Angebot richtet sich, anders als die gewöhnliche Warensendung, an Geschäftskunden. Die Sendungen erhalten ein DHL-Paketlabel, werden aber in Briefzentren bearbeitet. Das soll für eine Verbesserung der Sendungsverfolgung sorgen. Das Portal Paketda konnte ausführliche Unterlagen der DHL zur Warenpost einsehen, die ein Versandhändler vom Konzern erhalten hat. Die Preise, die für Großkunden individuell verhandelt werden, sind bislang nicht bekannt.

Eingeschränktes Tracking?

Die Lieferung der DHL Warenpost ist neben der Übergabe an den Empfänger auch an Packstationen und Postfächer möglich. Eine Lieferung per Postfiliale Direkt sei ausgeschlossen. Die Maße für die maximal 1 kg schweren Sendungen dürfen 35,3 x 25 x 5 cm nicht übersteigen. Ein Rücksende-Entgelt in Höhe von zwei Euro sei dabei für alle retournierten Sendungen fällig, auf Wunsch könne das Filialrouting hinzugebucht werden, um Retouren zu verringern. Dies kostet aber noch einmal 1,49 Euro extra.

Nur maschinenfähige Sendungen werden in den Briefzentren gescannt und erhalten Statusmeldungen im Tracking. Dies gehe aus den DHL-Unterlagen hervor. Paketda sieht die eingeschränkten Trackingmöglichkeiten als Nachteil. Werde anstelle eines stabilen Kartonumschlags eine Versandtasche benutzt, verhindere ein unförmiger Sendungsinhalt das Tracking, weil die Daten nicht mehr maschinengelesen werden können.

Während kleinere Firmenkunden die neuen, kleineren Paket-Label im DHL-Geschäftskundenportal selbst erzeugen und herunterladen können, müssen Großkunden das neue Format (7 x 10 cm) erst in ihre Versandsoftware einprogrammieren und Etikettendrucker darauf einstellen.

Veröffentlicht: 28.05.2020
img Letzte Aktualisierung: 28.05.2020
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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gunnar
29.05.2020

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warenpost national war bei einer bekannten ein graus.
viele sendungen sind auf dem weg verschwunden.
jeder postmitarbeiter weiß bei solchen sendungen, die sind mit was verkaufbarem gefüllt.
einige davon haben das dann wohl auch ausgenutzt.
da ist prio viel sicherer.
sendungsverlust hat sie von ca 15% damit auf unter 1% gedrückt.
die 1.- bis 2.- erhöhung der versandkosten hat aber kein einfluß auf die bestellmenge gehabt.
die kunden haben die sendungen schneller und sicherer erhalten.