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Dank Coronakrise: Nachfrage an autonomen Lieferrobotern deutlich gestiegen

Veröffentlicht: 26.05.2020
imgAktualisierung: 26.05.2020
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
26.05.2020
img 26.05.2020
ca. 2 Min.
Roboter mit Paket
Nadia Snopek/Shutterstock.com
In Zeiten der Corona-Pandemie konnten Hersteller von autonomen Lieferrobotern das Interesse der Investoren gewinnen. In nur wenigen Monaten wurden mehrere Milliarden Investiert.


Hersteller von autonomen Lieferrobotern könnten als Gewinner aus der Coronakrise hervorgehen. Die Unternehmen stehen dank der gestiegenen Nachfrage bei Investoren aktuell besonders hoch im Kurs.

Quarantäne und Ausgangssperren haben besonders in den USA dafür gesorgt, dass die Nachfrage an autonomen Lieferungen, beispielsweise für Mahlzeiten, Lebensmittel oder Medikamente stark angestiegen ist. Profitiert hat davon unter anderem die Firma Starship, die Dank der Genehmigung in Rekordzeit nun 20 Lieferroboter auf die Straßen der Stadt Fairfax im US-Bundesstaat Virginia schicken konnte. „Ich denke, ohne eine Krise hätte es eine gewisse Skepsis gegeben, ob diese Roboter eingesetzt worden wären oder nicht“, betont Christopher Bruno, Leiter des Büros für Wirtschaftsentwicklung in Fairfax bei Reuters.

Das gestiegene Interesse der Kunden an autonomen Lieferungen ging auch an Investoren nicht spurlos vorbei. Laut einer Reuters-Analyse wurden in den vergangenen Monaten mehr als sechs Milliarden Dollar in gut zwei Dutzend Unternehmen gesteckt, deren Businessmodell das Ausliefern von Waren mithilfe von Maschinen ist. Neben den Lieferrobotern wurden dafür verstärkt auch Drohnen eingesetzt. Die Corona-Pandemie habe laut James Peng, Gründer und Chef der Firma Pony.ai, „einen ganz praktischen Bedarf an Lebensmittel- und Paketlieferdienstleistungen“ hervorgerufen. Das StartUp testet die Lebensmitteln-Lieferung mit autonomen Fahrzeugen und konnte sich bereits im Februar 462 Millionen Dollar von Toyota, dem größtem Investor, sichern.

StartUps und etablierte Unternehmen im Visier der Investoren

Neben verschiedenen Jungunternehmen, wie Kiwibot, Manna Drone Delivery oder Refraction AI, die sich allesamt mit verschiedenen Formen von automatisierten Lieferdiensten befassen, konnten auch die etablierten großen Konzerne in den vergangenen Monaten bei den Investoren punkten. So steckten Kapitalgeber mehr als vier Milliarden Dollar in die Schwergewichte wie Waymo oder den chinesischen Mitfahrdienst Didi Chuxing. Auch hat Waymo seinen Fokus von autonomen Taxis hin zu automatisierte Lastwagen und Zustellfahrzeug verschoben, um sich den aktuellen Kundenbedürfnissen anzupassen. „Die Realität sieht derzeit so aus, dass die Lieferung von Waren ein größerer Markt ist als die Beförderung von Menschen“, bestätigt Waymo-Chef John Krafcik.

Autonome Lieferungen noch nicht für den Massenmarkt tauglich

Bei aller jetzt vorherrschenden Euphorie, sollten die Erwartungen an automatisierte Zustellsysteme durch die Coronakrise allerdings nicht zu hoch geschraubt werden. Diese Warnung geht von einigen Investoren aus. Nach wie vor hat die Branche mit sowohl technischen als auch regulatorischen Herausforderungen zu kämpfen. „Zwar gibt es im Moment aufgrund des Coronavirus einen zunehmenden Hype um die automatisierte Lieferung, doch wird diese Gesundheitskrise in ein paar Jahren weitgehend gelöst sein, noch bevor automatisierte Auslieferungen für den Massenmarkt bereit sind“, so die mahnenden Worte von Quin Garcia, Geschäftsführer von Autotech Ventures.

Veröffentlicht: 26.05.2020
img Letzte Aktualisierung: 26.05.2020
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Timo Ks.
18.06.2020

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Solche Lieferroboter haben Kameras. Damit nehmen sie alles auf, Passanten, Personen, die die Tür öffnen, damit Empfänger und Dritte, ohne Erlaubnis und in klarem, schadensersatzp flichtigem Verstoß gegen Art. 6 DSGVO. Die Strafen liegen typischerweise um 1.500 € pro Verstoß, sagen wir 100 Passanten + 3 Personen beim Empfänger, macht über 150.000 € pro Paket oder, nach DSGVO, bis zu 2 % des Jahresumsatzes.