Hersteller von autonomen Lieferrobotern könnten als Gewinner aus der Coronakrise hervorgehen. Die Unternehmen stehen dank der gestiegenen Nachfrage bei Investoren aktuell besonders hoch im Kurs.
Quarantäne und Ausgangssperren haben besonders in den USA dafür gesorgt, dass die Nachfrage an autonomen Lieferungen, beispielsweise für Mahlzeiten, Lebensmittel oder Medikamente stark angestiegen ist. Profitiert hat davon unter anderem die Firma Starship, die Dank der Genehmigung in Rekordzeit nun 20 Lieferroboter auf die Straßen der Stadt Fairfax im US-Bundesstaat Virginia schicken konnte. „Ich denke, ohne eine Krise hätte es eine gewisse Skepsis gegeben, ob diese Roboter eingesetzt worden wären oder nicht“, betont Christopher Bruno, Leiter des Büros für Wirtschaftsentwicklung in Fairfax bei Reuters.
Das gestiegene Interesse der Kunden an autonomen Lieferungen ging auch an Investoren nicht spurlos vorbei. Laut einer Reuters-Analyse wurden in den vergangenen Monaten mehr als sechs Milliarden Dollar in gut zwei Dutzend Unternehmen gesteckt, deren Businessmodell das Ausliefern von Waren mithilfe von Maschinen ist. Neben den Lieferrobotern wurden dafür verstärkt auch Drohnen eingesetzt. Die Corona-Pandemie habe laut James Peng, Gründer und Chef der Firma Pony.ai, „einen ganz praktischen Bedarf an Lebensmittel- und Paketlieferdienstleistungen“ hervorgerufen. Das StartUp testet die Lebensmitteln-Lieferung mit autonomen Fahrzeugen und konnte sich bereits im Februar 462 Millionen Dollar von Toyota, dem größtem Investor, sichern.
Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben