Die Zusteller der Deutschen Post DHL Group werden keine Sonderzahlungen erhalten. Das gab Post-Chef Frank Appel jetzt bekannt.
„Ostern war für uns wie Weihnachten“ – so umschrieb Post-CEO Frank Appel die aktuelle Situation während einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen. Die täglichen Paketmengen sind inzwischen auf neun Millionen angestiegen, ein Kraftakt für die Zusteller. Alleine im April wurden rund 4.000 neue Mitarbeiter von dem Bonner Konzern eingestellt, um für Unterstützung zu sorgen. Um das hohe Arbeitspensum der Lieferanten zu honorieren, hat die Spartengewerkschaft DPVKOM eine einmalige Zahlung von mindestens 1.000 Euro für die Boten gefordert. Diese Prämie wurde von der Deutschen Post DHL Group allerdings abgelehnt. „Eine Prämie ist nicht an der Zeit“, wird Frank Appel bei der Welt zitiert.
Die Gewerkschaft sieht in der aktuellen Situation und vor dem Hintergrund des gestiegenen Arbeitspensums eine Corona-Leistungszulage von mindestens 1.000 Euro als gerechtfertigt an. „Ein Dauer-Dankeschön für diese Herausforderung ist zwar das Mindeste, aber kein anerkanntes Zahlungsmittel“, sagte Christina Dahlhaus, die Vorsitzende DPVKOM. Dass diese Arbeit nicht anerkannt werde, sei ein „Armutszeugnis“, heißt es bei der Welt weiter.
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