Die Lagerbestände europäischer Unternehmen liegen einer Studie zufolge derzeit 20 bis 30 Prozent über dem Normalstand. Europa ist damit weltweit an der Spitze.
Seit Mitte 2018 horten europäische Unternehmen ungewöhnlich hohe Lagerbestände. Die Lagerbestandsquote in der Eurozone (basierend auf den Auftragseingängen der Industrie gemäß Einkaufsmanagerindex, EMI) hatte im März 2019 einen neuen Rekordwert erreicht, so eine aktuelle Studie des Kreditversicherers Euler Hermes. Es sei nicht nur der höchste Stand seit 2012, sondern derzeit auch der höchste Stand weltweit.
Begründet sei dies vor allem in steigenden globalen Unsicherheiten, einem schwächelnden Welthandel sowie einer stärker als erwartet gesunkenen Nachfrage. „Viele deutsche Unternehmen, gerade auch im Mittelstand, sind sehr exportstark. Sie sind von den Unsicherheiten entsprechend stärker betroffen als einige ihrer Pendants in anderen Ländern", erklärt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
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