Zwischen Verdi-Protesten und Aktionärs-Kritik versuchte der Post-Vorstand gestern auf der Hauptversammlung ein rosiges Bild des Konzerns zu malen. Das ging nicht wirklich auf.
Die Deutsche Post DHL Group lud gestern zur Hauptversammlung 2019 ein. Doch noch bevor einer der Vorstände überhaupt das Wort ergreifen konnte, wurden die Besucher bereits vor dem Gebäude von Verdi abgefangen. Die Gewerkschaft verteilte Handzettel in denen es um das Outsourcing ging. Zwar begrüßte Verdi die Einigung mit der Deutschen Post, dass die Tochtergesellschaft DHL Delivery in den Konzern zurückgeführt werde und dementsprechend auch die Verträge angepasst werden (wir berichteten). Allerdings, so die Gewerkschaft in dem Schreiben welches der Redaktion vorliegt, sei davor gewarnt „in der Maßnahme ein generelles Umdenken im Konzern in Bezug auf Outsourcing-Tendenzen zu sehen“. Verdi fordert eine Abkehr des Einsatzes von Subunternehmen und eine „Bearbeitung in Eigenleistung“.
Das sich Verdi gerne solche „Bühnen“ für die Umsetzung ihrer Anliegen sucht – man bedenke nur die Streiks bei Amazon im Weihnachts- oder Ostergeschäft – ist bekannt. Die Deutsche Post DHL hätte sich wohl aber einen besseren Start in die Hauptversammlung gewünscht.
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