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Deutsche Post: Mitarbeiter der Billig-Tochtergesellschaft Delivery erhalten Haustarifvertrag

Veröffentlicht: 27.03.2019
imgAktualisierung: 27.03.2019
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
27.03.2019
img 27.03.2019
ca. 2 Min.
Deutsche Post DHL Schild
AR Pictures/Shutterstock.com
Die Deutsche Post erweitert ihren Haustarifvertrag und macht die Überleitung von rund 13.000 Beschäftigten der DHL Delivery GmbH in den Vertrag der Deutschen Post AG möglich.


Die Deutsche Post hat sich mit Verdi auf eine Weiterentwicklung des Haustarifvertrags geeinigt. Rund 13.000 Beschäftigten der DHL Delivery GmbH kommen nun in den Genuss des eigenen Tarifes der Deutschen Post AG.

Gute Nachrichten für die Mitarbeiter der Billig-Tochtergesellschaft Delivery: Die Deutsche Post hat sich in den aktuellen Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi einigen können und gemeinsam eine Weiterentwicklung des Haustarifvertrages beschlossen. "Im Rahmen der laufenden Umbaumaßnahmen im deutschen Brief- und Paketgeschäft haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht, der Sicherheit für die Beschäftigten bedeutet und dem Unternehmen langfristig Chancen bietet. Mit dieser Vereinbarung machen wir einen weiteren Schritt zu wettbewerbsfähigen Tarifstrukturen im Brief- und Paketmarkt und schaffen Voraussetzungen für einen dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig grenzen wir uns bewusst von einem Niedriglohnwettbewerb in der Branche ab", heißt es dazu von Post-Chef Frank Appel.

Wichtigster Punkt: Die rund 13.00 Beschäftigten der Tochtergesellschaft Delivery kommen ebenfalls in den Genuss des deutlich besseren Vertrages. „Der Irrweg zweier Gesellschaften ist beendet. Künftig gilt wieder: ein Betrieb, ein Tarifvertrag“, wird die stellvertretende Verdi-Chefin Andrea Kocsis bei der FAZ zitiert

Umstellung zum 01. Juli

Die Delivery-Angestellten arbeiten aktuell noch nach den Konditionen der regionalen Tarifverträge für Spedition und Logistik, zum 01. Juli 2019 ermöglicht Post allerdings eine Überleitung in den eigenen – und deutlich besseren – Haustarif. "Beim derzeitigen Umbau unseres Brief- und Paketgeschäfts in Deutschland ist Planungssicherheit nicht nur für uns als Unternehmen wichtig, sondern auch für unsere Beschäftigten, denn unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut. Diese Sicherheit können wir mit der Vereinbarung gewährleisten", betont Thomas Ogilvie, Konzernvorstand Personal und Arbeitsdirektor des Konzerns.

Weiterhin wurde der Ende 2019 auslaufende Kündigungsschutz für alle Tarifangestellten um drei Jahre bis zum 31.12.2022 verlängert.

Veröffentlicht: 27.03.2019
img Letzte Aktualisierung: 27.03.2019
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Silberrücken
05.05.2019

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Was wir dem Konzern wert sind spiegelt sich in den Fakten zum Deal wieder!
DHL Mitarbeiter werden in den Haustarif mit dem Brutto Grundgehalt der DHL übernommen, die 25% Überstundenzusc hlag entfallen ab den 1. Juni, die Jahre bei DHL werden nicht anerkannt, das im Tarifvertrag ausgehandelte 13 Monatsgehalt zw.
55 - 75 % wird nicht gezahlt, da wir bei der Post AG neu anfangen. Anspruch auf ein 13 Monatsgehalt bei der AG haben wir erst nach 12 Monaten. Die Spesen werden nicht mehr Monatlich ausgezahlt, sondern müssen am Jahresende beim Finanzamt eingefordert werden.
Ein Zusteller mit Lohnsteuerklass e I. fällt von 1.300,00€ auf 1.100,00€ Monatslohn. Das sind wir für die Firma wert !!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!
Dieter Dödel
31.03.2019

Antworten

Und was haben die Delivery-Mitarb eiter davon? Verbessert sich tatsächlich für diese etwas? Werden Sie gleichwertig in die Entgeltgruppen eingegliedert oder fangen sie bei Null an? Haben sie jetzt längere Arbeitszeiten? Bekommen Sie die gleichen Gratifikationen wie die AG-Kollegen?
Bei der Belegschaft ist scheinbar nichts von Begeisterung zu spüren, Hat sich hier der Konzern mit Verdi auf einen Deal geeinigt, der lediglich diesen beiden Beteiligten Vorteile bringt? Man sei auf die Anworten gespannt...:(

Es wäre schön, wenn mal statt der Lobhudelung ein Tatsachenberich t zu den Vereinbarungen veröffentlicht werden würde...
Toshi
28.03.2019

Antworten

Ist es nicht derselbe, der es nun als Erfolg verkündet, der auch dafür gesorgt hatte, das diese Ausgliederung aus wirtschaftliche m Interesse erfolgte?

Da kann man sich mitarbeiter- bald menschenveracht end verhalten und am Ende als Held feiern lassen. Die da oben sind schon gut drauf...