Erster Multi-Label-Paketshop in Hamburg eröffnet

Veröffentlicht: 16.10.2018
imgAktualisierung: 16.10.2018
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 3 Min.
16.10.2018
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ca. 3 Min.
Multi-Label-Paketshop in Hamburg
<span style="font-size: 8pt;">© Deutsche Immobilien Gruppe</span>
In Hamburg hat der erste Multi-Label-Paketshop eröffnen, an dem sich zum Start DPD, GLS, Hermes und UPS beteiligen.


In Hamburg hat der erste Multi-Label-Paketshop eröffnet, in dem Pakete von mehreren KEP-Dienstleistern abgeholt und aufgegeben werden können.

Die Letzte Meile braucht dringend Innovationen, um den steigenden Lieferverkehr vor allem in den Innenstädten einzudämmen. Im Schnitt erhält jeder Deutsche mittlerweile 38 Sendungen pro Jahr, schon 2016 wurden über drei Milliarden Pakete in Deutschland zugestellt. Eine naheliegende, aber schwer zu realisierende Option, ist die Zusammenarbeit mehrerer KEP-Dienstleister in Ballungsräumen, um die Zahl der Kurierfahrten einzudämmen. In Hamburg hat das nun in Form des ersten Multi-Label-Paketshops tatsächlich geklappt.

Fast alle dabei, der Marktführer fehlt

Im City-Center Bergedorf in Hamburg wurde der bundesweit erste Multi-Label-Paketshop nach einer einjährigen Testphase nun offiziell eröffnet. Dort können Kunden Pakete von mehreren konkurrierenden KEP-Dienstleistern abholen oder aufgeben. Dem Center-Betreiber Deutsche Immobilien (DI) zufolge sind zum Start DPD, GLS, Hermes und UPS. Die DHL wurde ebenfalls angesprochen, nimmt „zunächst“ aber noch nicht am Projekt teil, so Spiegel Online. Ob und wann der Marktführer nachzieht, ist offen.

Die KEP-Dienstleister nutzen auch im gemeinsamen Paketshop ihre eigenen Systeme und Geschäftsprozesse, die im Geschäft parallel laufen. Der Kunde soll davon nichts mitbekommen. Im Shop wird dabei ein chaotisches Lagersystem genutzt, so DVZ. Pakete werden also nicht nach Dienstleister sortiert, sondern bekommen feste Lagerplätze. Insgesamt 437 Pakete können gleichzeitig im Multi-Label-Shop lagern.

Das Projekt scheint Erfolg zu versprechen. In der Pilotphase habe sich die Kundenfrequenz von 230 auf 1.500 monatlich gesteigert, die Kapazität sei dabei bei weitem noch nicht ausgereizt. Ziel ist es, mit derartigen Multi-Label-Paketshops die Anzahl der Kurierfahrten in der Stadt zu verringern und dadurch letztlich auch die Schadstoffbilanz zu verbessern.

Konzepte für die Umwelt

Umweltfreundliche Konzepte werden mittlerweile von fast allen Branchenvertretern erprobt, vor allem die E-Mobilität wird stark vorangetrieben. Aber auch innovative Konzepte für die Letzte Meile, seien es Paketshops, autonome Lieferroboter oder sogar Straßenbahnen werden erprobt. Darüber hinaus werden Kooperationen auch unter den Konkurrenten wichtiger. Am Letzte-Meile-Projekt KoMoDo beteiligt sich neben DPD, Hermes, GLS und UPS auch die DHL. KoMoDo steht für die „Kooperative Nutzung von Mikro-Depots durch die Kurier-, Express-, Paket-Branche für den nachhaltigen Einsatz von Lasträdern in Berlin“. Das Pilotprojekt läuft noch bis Ende Mai 2019.

Veröffentlicht: 16.10.2018
img Letzte Aktualisierung: 16.10.2018
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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A.Kerle
23.02.2020

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Wir betreiben schon seit Jahren ein Multi—Labe —Shop

Das sind wir unserer Umwelt schuldig

76646 Br..Heidelsheim Stuttgarterstr 2b Jeans—Lager
M.f.g.
A.Kerle
pickshare
17.10.2018

Antworten

Mit pickshare wird jeder Shop zum Multi-Label-Pak etshop. Mit nur einer App kann jeder Shop und ab dem 01.11. auch jede Privatperson Paketshop werden, sogar inklusive DHL ;)
JAyq
17.10.2018

Antworten

Wir betreiben seit 2 Jahren DHL und UPS Paketshop nebeneinander und in der selben Straße sind DPD und GLS. Alle 4 keine 100m nebeneinander. Ausser Hermes (will die überhaupt jemand freiwllig als zusteller). sind alle auf engstem Raum in der Innenstadt. - Die Kunden kennen kaum den Unterschied. Wir und die anderen Läden haben oft Kunden von anderen Diensten die nur wissen wo es einen Paketshop gibt und wollen ihr GLS oder DPD Paket im DHL Shop oder UPS Shop abholen und umgekehrt. - Das Zusammenlegen der Paketshops an gut erreichbaren Stellen kann helfen. Aber es bringt nix wenn dafür jeder Empfänger extra mit dem Auto fahren muss. Dann haben wir mehr Belastung als durch die Fahrer selbst. Den die Kunden fahren rum, suchen Parkplätze und verbrauchen mehr Sprit und Abgase als der Fahrer normal gebraucht hätte.
Hier muss es mehr kleine Ablageorte geben, damit nicht jeder der nicht daheim war ins Auto steigt und rumfährt um das Paket zu holen.
Julian
17.10.2018

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Die Paketdienste haben sich zwar immer dagegen gewehrt - aber in Pirmasens gibt es einen solchen Shop bereits seit vielen Jahren...

FSE heißt die Firma, die nebenbei annähernd alle Paketdienste abdeckt - auch außer der DHL soweit ich weiss.