Preisanpassungen? Hermes soll 15 Prozent günstiger sein
Amazon ist aber nicht die einzige Baustelle, die die DHL hat. Was die Paketpreise angeht, soll die DHL 15 Prozent über denen des Konkurrenten Hermes liegen. Und dennoch heißt es immer wieder, dass man beim Bonner Konzern überlege, die Preise anzupassen. So weit ist es zwar noch nicht, doch wie die OnlinehändlerNews schreiben, will bzw. muss die DHL die Einnahmen und Gewinne pro Paket erhöhen. Zu diesem Zwecke plant das Unternehmen, bestehende Verträge mit Großkunden zu überprüfen, um eventuell auch unrechtmäßig vergebene Rabatte zu finden und entsprechende Änderungen vorzunehmen. Zudem überlege man, Zuschläge für steigende Treibstoffpreise oder grundsätzlich höhere Transportkosten anzulegen.
Das Thema Preise und Großkunden ist zudem auch ein äußerst sensibles. Im Vorstandsbericht wird der Ertrag eines Paketes, das von Amazon Marketplace Händlern selbst versendet wird, mit 34,5 Cent angegeben. Der Gewinn bei Paketen, die direkt von Amazon versendet werden, liegt hingegen bei gerade einem rund 21 Cent. Die erhebliche Differenz bei den Gewinnbeträgen liegt vor allem im unterschiedlichen Paket-Preisniveau. Der Preisdruck in der KEP-Branche ist hoch. Die Konkurrenz, allen voran Hermes, soll im ersten Quartal 2017 mehr Neuaufträge als die Brief- und Paketsparte der Post erhalten haben. Und eben unter anderem auch von Amazon. Denn während das Paketvolumen von Amazon in Q1 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent stieg, nahmen die Aufträge des US-Riesen an DHL nur um 17 Prozent zu. Nach Recherchen des Handelsblattes bleibt die PeP-Sparte der Post damit weit hinter den Erwartungen zurück. Eigentlich wollte man im ersten Quartal 2017 die Vorjahresmenge von Amazon um 27 Prozent auf 87,2 Millionen steigern. Am Ende reichte es jedoch nur zu 80,1 Millionen.
Die Deutsche Post DHL hat sich bisher nicht zu der internen Präsentation geäußert. Gegenüber dem Handelsblatt ließ ein Post-Sprecher verlauten, dass man sich „weder zu internen Besprechungen noch zu Verhandlungen mit Partnern“ äußern würde. Es bleiben also weiterhin einige Fragezeichen, wenn es um das Paket-Geschäft der Deutschen Post DHL geht. Sicherlich kann man aber davon ausgehen, dass in den kommenden Wochen und Monaten noch einige Details ans Licht kommen werden.
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sind die 500 Millionen jetzt in der Gewinnreduzieru ng schon eingerechnet ?
dann wären es für 415 Millionen weniger = 500 Millionen mehrausgaben ?
oder gehen die dann von den "nur" 3,2 Milliarden erwarteten Gewinn ab ?
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das ganze ist doch nur die vorbereitung auf drastische Erhöhungen nicht nur beim Briefporto ,sondern auch bei Paketen !
glaubt wirklich einer im Ernst ,das die großartig an den RABBIT-KUNDEN schrauben werden ?
wer wird die Zeche wieder zahlen - natürlich die Verbraucher und die ganzen kleinen Händlerlein die keine /oder nur kleine Rabatte erhalten können.(die wird man dann wohl ersatzlos streichen ?)
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DHL kommt somit in den klassischen Marken-Konflikt . DHL ist mit Abstand der beliebteste Zusteller für alle Endkunden und Hermes der mit Abstand unbeliebteste. Kann auch jeder nachvollziehen, der schon mal versucht hat ein Paket über diesen "Dienstleister" Hermes zu bekommen.
Kosten ist nicht alles - das wäre der richtige Zeitpunkt für die Post über Pull-Effekte und über die Nachfrage der Endkunden seine Partner zu überzeugen doch weiter auf den Service-Dienstl eister zu setzen. Aber dafür muss der Service natürlich auch stimmen und z.B. die aktuelle Killer-Anwendun g Packstation nicht immer defekt oder überfüllt sein.
Bleibt das Problem, dass man diesen Vorteil wohl auch vernachlässigt hat und nun Dienstleister kommen mit einer offenen Packstation-Lös ung für andere Logistiker. Das wäre dann sicherlich das Ende für einen auf Service und Zuverlässigkeit aufgebauten Kundenstamm - sowohl Endkunden wie auch Händler...
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Was passiert,wenn die Menschen in der Dienstleistung noch weiter ausgebeutet werden?
Frage mich ,ob unsere Regierung noch handlungsfähig ist.
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