Erst die Deutsche Bahn Tochter DB Schenker, nun auch der Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) – die Schadensersatzforderungen wegen verbotener Kartellabsprachen der Lkw-Hersteller werden immer höher.
Die Auswirkungen des Lkw-Kartells ziehen immer weitere Kreise. Nachdem jetzt auch die Deutsche Bahn Tochter DB Schenker Schadensersatz von den Kartell-Teilnehmern fordert, kommt nun der nächste Hammer.
Nach Angaben von logistra.de hat nun die Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) gegen den Lkw-Hersteller Daimler Klage auf Schadensersatz in Höhe von 90 Millionen Euro zuzüglich 86 Millionen Euro Zinsen erhoben. Beim Landgericht Stuttgart ging bereits am Donnerstag die über 600.000 Seiten starke Klageschrift ein. Die ist deshalb so umfangreich, weil in der extra für das Verfahren gegründeten Themis Schaden GmbH Ansprüche von 310 kleinen und mittelständischen Frachtführerbetrieben gebündelt wurden. Insgesamt geht es um 16.600 Lkw, deren Kaufpreise nach Ansicht des Ladungsverbunds teilweise um mehr als 10.000 Euro überteuert waren.
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