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Warnstreiks bei der DHL – Paketzentrum statt Gabentisch?

Veröffentlicht: 15.11.2017
imgAktualisierung: 15.11.2017
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.11.2017
img 15.11.2017
ca. 2 Min.
Warnstreiks Männer
© Ververidis Vasilis / shutterstock.com
Bereits jetzt gibt es erste Lieferprobleme bei der DHL. Grund dafür sind Warnstreiks der Zusteller in Südhessen und im Rhein-Main-Gebiet.


Last-Minute-Einkäufer aufgepasst: In diesem Jahr könnte ein Teil der Geschenke in Paketzentren statt unterm Weihnachtsbaum liegen. Bei der DHL kam es jetzt wegen Warnstreiks schon zum Rückstau bei der Zustellung.

Warum durch die Geschäfte hetzen, wenn man ganz bequem von zu Hause alle Geschenke für die Liebsten bestellen kann? Aber Online-Shopper aufgepasst, wer sichergehen will, dass am Heiligabend auch wirklich alle Geschenke unterm Baum liegen, sollte rechtzeitig bestellen. Neben dem erhöhten Paketaufkommen und fehlenden Mitarbeitern könnten auch Streiks bei der DHL für Frust unterm Weihnachtsbaum sorgen. Am Dienstagmorgen kam es an mehreren Standorten in Südhessen und im Rhein-Main-Gebiet zu Warnstreiks. Dadurch sind zahlreiche Pakete liegen geblieben. Der Rückstau in der Zustellung wird wohl noch bis mindestens Donnerstag anhalten, wie die Hessenschau schreibt.

Forderung nach mehr Gehalt und Erfahrungsstufen

Insgesamt 330 Beschäftige haben laut Verdi an den Warnstreiks in den Zustellbasen Darmstadt, Heppenheim, Frankfurt-Höchst, Hattersheim, Wiesbaden, Ginsheim-Gustavsburg und Weiterstadt teilgenommen. Dabei handelte es sich um Beschäftigte des Subunternehmens DHL Delivery, die nicht unter den Haustarifvertrag der Deutschen Post AG fallen, sondern deren Konditionen anhand des Tarifvertrags des privaten Transport- und Verkehrsgewerbes Hessen bestimmt wurden. Die DHL-Delivery-Boten forderten bei den Warnstreiks jetzt eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent, ein 13. Monatsgehalt und zusätzlich die Einführung von Erfahrungsstufen. Auf den Wunsch einer Gehaltssteigerung gingen die Verantwortlichen zwar im geringen Maße ein, alles andere wurde aber abgelehnt.

Um den Mitarbeiterausfall zu kompensieren, setzte die DHL "Kollegen von der Post" ein, wie ein DHL-Sprecher bestätigt. Ob die Arbeiter auch in den kommenden Wochen ihre Forderungen mit mehr Nachdruck durchsetzen wollen, und wie sich das auf das Weihnachtsgeschäft auswirken wird, bleibt abzuwarten.

 

Veröffentlicht: 15.11.2017
img Letzte Aktualisierung: 15.11.2017
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Nadja
11.12.2017

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Wohne in Darmstadt und Habe meine unversicherten Päckchen seitdem immernoch nicht erhalten. Sehr traurig. Denke nicht, dass diese noch bei bei mir ankommen.
Sylvi
20.11.2017

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Die Post und DHL verjagen Ihre Kunden vor allem Geschäftskunden selber. Mittlerweile arbeiten Hermes und DPD und UPS auch ganz gut. Und irgendwann steht ein Versanddienstle ister auf, der auch im Briefverteilen Konkurenz machen kann. Hermes und DPD haben zumindest in Deutschland auch schon ne ganz gute Logistik. Also DHL und Deutsche Post nur weiter so und die Geschäftskunden rennen davon.
Veronika Z.
16.11.2017

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Denen gehört aber auch mal der Dippel gebohrt!

Ich habe ja viel Verständnis für die schwer arbeitende Bevölkerung, doch ein Streik zu Weihnachten badet wer aus?

Richtig - die Onlinehändler.

Und das ist ja nun auch nicht das erste mal, das DHL zur Weinachtszeit betreikt wird.

Finde es unglaublich, seine Forderungen auf dem Rücken derer auszutragen, die mit der Zahlung der Portogebühren die Löhne genau dieser Streikenden finanzieren!