16.211 Nachwuchskräfte konnte die Logistik im Jahr 2016 gewinnen – trotzdem sieht der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) keine Entspannung auf dem Markt, wenn es um Fachkräfte geht. Und auch autonome Lkw werden nicht als Heilsbringer gehandelt.
Es ist eine verquere Situation: 30.000 Berufskraftfahrer gehen jährlich in den Ruhestand, doch das Sendungsvolumen nimmt durch den Online-Handel immer weiter zu. Im Jahr 2016 haben 16.211 Berufskraftfahrer-Azubis und Prüfungsteilnehmer den Lkw-Führerschein nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz erworben – nie zuvor gab es derart viel Nachwuchs für die Branche, wie Logistik-Heute berichtet. Trotzdem reicht die Zahl nicht, um das Defizit auszugleichen.
Mittelfristig werde sich in Sachen Fachkräftemangel nicht viel tun, prognostizierte nun auch der BGL. Und auch das autonome Fahren, das von zahlreichen Unternehmen dieser Tage erprobt wird und zur Serienreife geführt werden soll, wird vom Bundesverband keineswegs als Erlösung betrachtet: „Auch Lkw, die am automatisierten Fahren teilnehmen, brauchen einen Fahrer“, erklärt BGL-Präsident Adalbert Wandt. „Denn der Fahrer fährt ja nicht nur, er ist Begleiter der ihm anvertrauten Güter, er ist verantwortlich für die Übergabe an den Empfänger, für Transport- und Ladungssicherung und greift bei unvorhersehbaren Ereignissen ein.“
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