Paketversand ist Jobmotor
Ob diese Angst berechtigt ist, bleibt aber erst noch abzuwarten. Die Mitteldeutsche Zeitung verweist in diesem Zusammenhang zurecht auf das stetig wachsende Paketgeschäft der Deutschen Post DHL Group. Denn während im Briefbereich unvermeidlich Arbeitsplätze wegfallen werden, weil immer weniger Sendungen zugestellt werden müssen, wächst im Paketdienst der Arbeitskraftbedarf. So ist man bei der Mitteldeutschen Zeitung der Ansicht, dass sich Verdi „aktiv an der Suche nach neuen Zustellformen und Dienstleistungen im Brief- und Paketsektor beteiligen“ sollte, „um Jobs zu erhalten.“ Dafür müssten die Post und Verdi jedoch zusammenarbeiten und nicht still und leise, so wie die Post es bei dem aktuellen Test gemacht hat, einführen.
Dass der Paketversand nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit steigt, berichtete zuletzt Onlinehaendler-News.de. Bezugnehmend auf eine Studie des US-amerikanischen Logistikspezialisten Pitney Bowes heißt es dort, dass 2016 weltweit rund 65 Milliarden Pakete versendet wurden. Zudem wird davon ausgegangen, dass das Wachstum beim Paketvolumen in den Jahren 2017 bis 2021 zwischen 17 und 28 Prozent liegen wird. Allein in China wuchs das Paketvolumen von 2015 auf 2016 um 52 Prozent auf 31 Milliarden Sendungen. Und auch in Deutschland ist ein Ende des Paketwachstums nicht abzusehen. Allein 2016 wurden in Deutschland über drei Milliarden Pakete versendet, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 7,2 Prozent entspricht.
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