Sicherheitsparken funktioniert wie eine Hotelbuchungsplattform
Der ADAC TruckService und die Bosch Service Solutions wollen sich diesem Problem nun annehmen und haben dafür eine Allianz gegen Lkw-Stellplatzmangel ins Leben gerufen. Die beiden Unternehmen rufen dazu auf, zugangsbeschränkte Flächen in der Nähe von Autobahnen und Bundesstraßen als sichere Lkw-Parkplätze zugänglich zu machen. Wenn Unternehmen Flächen zur Verfügung stellen wollen, werden diese vom ADAC geprüft und mit entsprechender Sicherheitsausstattung ausgerüstet. Zudem wird das Areal an die Buchungsplattform „Bosch Secure Truck Parking“ angeschlossen.
„Die Politik hat in den vergangenen Jahren viel bewirkt, aber den Schlüssel, das Lkw-Stellplatzproblem dauerhaft zu lösen, hält die Logistikbranche selbst in der Hand. Wer seine freien Flächen als Stellplätze zur Verfügung stellt, tut nicht nur etwas gegen den Parkplatzmangel, sondern profitiert auch davon“, betont Christoph Walter, Vorsitzender der Geschäftsführung beim ADAC TruckService in Laichingen. Denn Unternehmen, die entsprechende Plätze anbieten, können so zusätzlich Geld verdienen. Das Bosch-Sicherheitsparken funktioniert nach dem Sharing Economy-Ansatz. Eine App informiert Disponenten und Fahrer über freie Stellplätze und deren Ausstattungsmerkmale. Ein Security-Ranking gibt detailliert Auskunft über die Sicherheitseinrichtungen des Parkplatzes. Die Reservierung ist kostenlos und die Höhe der Parkgebühren bestimmt der Besitzer des Areals. Bezahlt wird auf Rechnung. Die Gebühren werden am Monatsende mit der Spedition online abgerechnet, der Fahrer muss also kein Bargeld mitführen.
Kommentar schreiben