Eine Cyber-Attacke auf TNT Express hat über eine Kettenreaktion offenbar die DHL am Standort Schkeuditz bei Leipzig gelähmt. Die Zollabwicklung soll ins Stottern geraten sein.
Der Angriff galt eigentlich TNT Express, doch die DHL kommt ebenfalls ins Straucheln: Weil die Systeme der FedEx-Tochter TNT Express durch Cyber-Attacken verlangsamt wurden, schwenkten offenbar viele Versender zum Konkurrenten DHL um. Das soll in einigen Bereichen zu einem deutlich höheren Auftragseingang geführt haben, wie Telepolis berichtet. „Man spricht von einem Aufkommen, das doppelt so groß sei wie in der Weihnachtssaison“, heißt es in dem Magazin. Am DHL-Hub in Leipzig war man auf einen solchen Ansturm offenbar nicht vorbereitet.
Die Folge: Die DHL geriet am Hub ins Schlingern und hat seit Tagen „massive Probleme“ bei der Zollabwicklung von Sendungen, die in die EU geschickt wurden und nun an dem Standort durch den Zoll müssen. Der Empfänger einer Sendung aus einem Nicht-EU-Mitgliedsland erhalte derzeit den Hinweis, dass es eine nicht durch die DHL beeinflussbare Verzögerung in der Verzollung gebe. Das voraussichtliche Zustelldatum sei deshalb auch nicht verfügbar.
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