Die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Betriebsrat und dem Management bei der DB Cargo scheinen kein Ende zu nehmen. In einem internen Brief kritisiert der Betriebsrat die derzeit laufende Umstrukturierung des Schienengüterverkehrs und setzt die Umstellung mit einer Bankrotterklärung gleich.
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Noch im Februar diesen Jahres schien der langanhaltende Streit zwischen den beiden Parteien der Gütersparte bei der Deutschen Bahn ad acta gelegt worden zu sein. Der Betriebsrat und das Management einigten sich damals darauf, dass die Gütersparte neu aufgestellt werden solle und so weniger Arbeitsplätze abgebaut werden. Nun scheint die Fassade dieser Einigung wieder zu bröckeln. In einem internen Brief, welcher nach Angaben der Verkehrsrundschau bei der Süddeutschen Zeitung vorliegen soll, werde die aktuelle Umstrukturierung des Schienengüterverkehrs als „eine absolute Bankrotterklärung“ bezeichnet, mit der die Kunden „bewusst enttäuscht“ werden. Weiter heißt es in dem Schreiben, dass besonders die Mitarbeiter fürchten, „dass die DB Cargo gegen die Wand gefahren wird.“
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