Digitalisierung des kompletten Sendungsablaufes
Und auch die anderen Entwicklungsfragen scheinen die privaten Dienstleister kaum positiv beantworten zu können. Gerade mit Blick auf die Variabilität der Zustelloptionen sieht es eher mau aus. Neben der viel besprochenen, schnelleren Zustellung gehören hier vor allem die Interaktionen mit dem Empfänger in den Planungshorizont. Diese Anforderungen setzen allerdings eine komplett digitale Begleitung des Paketes von Aufnahme beim Versender bis zur Übergabe an den Adressaten voraus. Generell muss das Thema Digitalisierung bei der Paketzustellung groß geschrieben werden. Problematisch ist dabei oft, dass die meisten internen Post-Systeme auf unterschiedlichen Standards basieren und die digital standardisierte Kommunikation noch nicht auf dem Level ist, auf dem sie eigentlich schon sein könnte. Eine agile Software kann dabei helfen, neue Versandoptionen in den Ablauf des Postunternehmens einzubinden. So kann die Integration der Sendungsverfolgung in Browserdienste und Shopsysteme viel Potenzial bürgen.
Generell lässt sich sagen, dass ohne eine ausreichende und sinnvolle Digitalisierung des kompletten Sendungsablaufes von der Abholung bis zur Zustellung inkl. dynamischer Routenplanung, softwaregestützter Depotverwaltung, Anbindung an ERP- und CRM-Systeme die Wachstumswünsche der privaten Postanbieter eher utopisch sind. Denn wer sich nicht an den Bedürfnissen der Kunden – und damit ist hier sowohl Versender als auch Empfänger gemeint – orientiert, hat keine Chance gegen die Konkurrenz anzukommen.
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