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Illegaler Zigaretten-Transport: UPS zu Millionenstrafe verurteilt

Veröffentlicht: 02.06.2017
imgAktualisierung: 02.06.2017
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
02.06.2017
img 02.06.2017
ca. 2 Min.
UPS Truck
Der Logistikriese UPS wurde jetzt zu einer Geldstrafe von 247 Millionen Dollar verurteilt. Grund ist der illegale Transport von Zigaretten in den Staat New York.


Wegen illegaler Zigaretten-Transporte hat ein US-Gericht das Logistikunternehmen UPS jetzt zu einer Zahlung von 247 Millionen Dollar (umgerechnet rund 220 Millionen Euro) verurteilt. Mit der ungewöhnlich hohen Strafe will die Richterin ein Umdenken bei UPS erzielen. Das Unternehmen will diese Strafe aber nicht akzeptieren und in Berufung gehen.

Im Zeitraum zwischen 2010 und 2014 soll es beim Logistikunternehmen UPS zu erheblichen illegalen Machenschaften gekommen sein. Wie es in der Verkehrsrundschau heißt, sollen mindestens 683.000 Kartons Zigaretten, die in Indianer-Reservaten hergestellt wurden, illegal nach New York gebracht worden sein. Die Rede ist dabei von 78.500 Kurierfahrten, die die illegale Ware transportierten. Die Zigaretten wurden nicht bei den Steuerbehörden gemeldet, sondern gingen heimlich an die Händler. Insgesamt hat der Staat New York davon einen Schaden von 30 Millionen Dollar erlitten, der Stadt New York City entgingen dadurch rund 4,7 Millionen Dollar.

Wenig Aufklärungsbereitschaft von UPS

Das jetzt gefällte Urteil dürfte UPS so gar nicht gefallen. In einer Stellungnahme heißt es: „Die Geldstrafe ist viel zu hoch und überschreitet bei Weitem den gesetzlich vorgesehenen Rahmen.“ Das Unternehmen beruft sich außerdem auf die Tatsache, dass die illegalen Transporte einen verhältnismäßig geringen Gewinn von nur rund einer Million Dollar eingebracht haben. Die Höhe der Strafe begründete die zuständige Richterin damit, dass sich UPS wenig daran beteiligt hat, den Fall aufzuklären. Außerdem will man damit eine Botschaft an die Manager von UPS schicken und sie somit zu einem Umdenken zwingen. „Milde Strafen würden bei dem Unternehmen keine Wirkung erzielen“, heißt es im US-Magazins „Transport Topics“.

Auch New York begrüßt das Urteil. „Die Strafe in Höhe von 247 Millionen Dollar zeigt, dass es sich hier um einen schwerwiegenden Rechtsbruch handelt“, sagt der für Unternehmen zuständige Gemeinderat von New York City, Zachary Carter. Nicht nur der Betrug von Steuergeldern sollte dabei in Betracht gezogen werden, sondern auch die Untergrabung aller Bemühungen, die der Staat und die Stadt New York im Kampf gegen das Rauchen auf sich nahmen.

Veröffentlicht: 02.06.2017
img Letzte Aktualisierung: 02.06.2017
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

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