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Probleme bei der Zustellung? DHL will Spezial-Teams losschicken

Veröffentlicht: 23.07.2026
imgAktualisierung: 23.07.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
23.07.2026
img 23.07.2026
ca. 2 Min.
Logistiker: Logos von DHL und Deutscher Post
Wirestock / Depositphotos.com
Die DHL plant den Einsatz sogenannter schneller Einsatzgruppen, um Personalengpässe in der Zustellung kurzfristig auszugleichen.


In der Logistik fehlt Personal. So weit keine Neuigkeit. Mit unterschiedlichen Mitteln versuchen die Lieferdienste, diesem Mangel und den damit verbundenen Herausforderungen entgegenzuwirken. Die DHL will auf das Problem offenbar mit einem neuen Konzept reagieren: Geplant sind sogenannte schnelle Einsatzgruppen, die kurzfristig genau dort einspringen sollen, wo der Personalbedarf besonders hoch ist – und die Arbeit also ohne Hilfe kaum zu schaffen wäre.

Zusteller sollen standortübergreifend eingesetzt werden

Ziel ist es, Engpässe im laufenden Betrieb abzufedern und die Zustellung der Sendungen möglichst stabil zu halten. Die geplanten Einsatzgruppen sollen dabei nicht nur innerhalb einzelner Zustellstandorte – also in ihren gewohnten Zustellregionen – tätig werden.

Vorgesehen ist auch, dass Mitarbeitende standortübergreifend eingesetzt werden. Für die Zustellerinnen und Zusteller heißt das, dass sie also auch kurzfristig in andere Regionen wechseln, in denen es personelle Ausfälle beziehungsweise eine besonders hohe Arbeitsbelastung gibt. Und genau das führt zu Kritik.

Offene Fragen zum praktischen Einsatz

Wie die Fachgewerkschaft DPVKOM auf ihrer Website schreibt, hat DHL bislang nicht genau erklärt, wie diese schnellen Einsatzgruppen im Arbeitsalltag konkret organisiert werden sollen. So sei etwa unter anderem offen, welche betrieblichen Regelungen bei standortübergreifenden Einsätzen gelten. Auch die Frage, welche Weisungsbefugnisse welche Führungskräfte haben, sei noch nicht geklärt. Diese Punkte sind laut Gewerkschaft für die praktische Umsetzung entscheidend und könnten entsprechend Einfluss auf die Effizienz der geplanten Maßnahme haben.

Für Händler ist insbesondere relevant, ob die neue Einsatzstrategie der DHL dazu beitragen kann, Zustellverzögerungen zu vermeiden und die Servicequalität auch in Zeiten hoher Auslastung – beispielsweise in der Weihnachtszeit – auf einem konstanten Niveau zu halten.

Auch bei anderen Logistikern seien bereits ähnliche Modelle im Einsatz: Nach Angaben von Paketda stellt DPD über die Unternehmenstochter DPD Service GmbH etwa Teams bereit, die dort anpacken, wo die Lage kritisch wird. Und dies betreffe nicht nur hauseigene Standorte der DPD, sondern auch Subunternehmen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 23.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 23.07.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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1 Kommentare
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cf
24.07.2026

Antworten

Ist doch eigentlich ganz einfach: Man ruft die Mitarbeitenden der Special-Teams abends zwischen 20 und 22 Uhr privat zu Hause an und teilt ihnen mit, in welcher Stadt sie am nächsten Morgen ab 5 Uhr eingesetzt werden. Die Anfahrt zu dem Standort ist dann natürlich privat zu finanzierender und selber zu organisierender normaler Arbeitsweg. Wenn jemand aus Berlin am nächsten Morgen in München zustellen muss, muss er halt zusehen wie er pünktlich am Arbeitsplatz erscheint. Das wird einfach über "Flexible Arbeitsverträge" geregelt. Oder man könnte das neue 6-Jahre-Mehrfach-Befristungs-Modell der Bundesregierung nutzen...