„Lieferketten müssen planbar bleiben“
Zwar ziele die Maßnahme nicht direkt auf Frachtkontrollen ab, jedoch kann es im Rahmen der Personensuche durchaus vorkommen, dass auch LKWs kontrolliert werden. Derartige Durchsuchungen oder ein durch anderweitige Kontrollen verursachtes erhöhtes Stauaufkommen beunruhigt die Logistikbranche.
Gegenüber der Wirtschaftswoche äußerte sich Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik (DSLV) vor allem hinsichtlich der schlechten Planbarkeit besorgt. So kommt die Ankündigung der Kontrollen mit lediglich einer Woche Vorlauf. Das lässt Unternehmen extrem wenig Zeit, um für eventuelle Lieferverzögerungen vorzuplanen. Insbesondere bei Waren, die auf die Einhaltung der Kühlkette oder termingerechte Lieferungen ausgelegt seien, könnte dies in den kommenden Wochen zu Problemen führen.
Auch aus den Reihen der Politik gibt es Bedenken an der kurzfristigen Maßnahme. Wie Fabian Griewel, Mitglied im Verkehrsausschuss der FDP, betont: „Lieferketten müssen planbar bleiben, eine Wirtschaftswende ist entscheidend für das Vorankommen unseres Landes.“
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