Der Kapitän bleibt an Land
Ingenieur.de hat die Fakten des bisher nur als Computersimulation vorhandenen Schiffes zusammengefasst. Die Birkeland soll eine Länge von 70 Metern haben und rund 100 Container laden können. Es wird kein Fahrerhaus geben, dafür soll sich am Heck eine Brücke mit Antennen, IR-Kamera und Lidar-System befinden. Durch die verbaute Technik soll es möglich sein, dass das Elektroschiff autonom von Porsgrunn nach Brevik fährt. Dabei bewegt sich das zugegebenermaßen eher kleine Containerschiff mit zehn Knoten (knapp 18,5 km/h). Die Reichweite soll rund 65 Seemeilen (120 km) betragen. Das Be- und Entladen, das Ankern und das Laden des 4-MWh-Akku sollen vollautomatisch erfolgen. Auch wenn das Containerschiff autonom durchs Wasser gleitet, wird es einen Kapitän geben. Dieser sitzt jedoch in einem Kontrollzentrum an Land und ist mit einer Virtual Reality Brille ausgestattet. Diese erlaubt es ihm, in einen virtuellen Kommandostand einzutauchen. Bei Bedarf kann er zudem Drohnen aussenden, um das Schiff zu überwachen.
Bereits 2019 soll die erste Testfahrt stattfinden, allerdings noch mit Besatzung. Ein Jahr später soll die Birkeland bereits autonom von A nach B fahren. Überwacht wird das Schiff von Land. Übrigens: Yara und Kongsberg sind nicht die einzigen, die an autonom fahrenden Schiffen forschen. Auch Rolls-Royce und das finnische Forschungszentrum VTT wollen gemeinsam ferngesteuerte und autonom geführte Schiffe entwickeln und ab 2020 erproben.
Neben der Seefracht wird auch in der Luftfracht an disruptiven Innovationen geforscht. Das amerikanische StartUp Natilus will mit einer Drohe mit der Größe einer Boeing 777 die Luftfracht revolutionieren.
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