Der Transport von Gefahrgut ist gefährlich und verlangt deshalb nach einer speziellen Fortbildung der Lkw-Fahrer. Doch da es in Erfurt anscheinend in den vergangenen Jahren möglich war, diese Erlaubnis mithilfe von Schmiergeldzahlungen einfacher zu bekommen, soll es zu einem "regelrechten Prüfungstourismus" gekommen sein.

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Korruption auf deutschen Autobahnen? Dass man Gesetze und Vorschriften mithilfe von Schmiergeldern biegen kann, kennt man so eigentlich nur von anderen Ländern. Doch anscheinend war dies bislang auch jahrelang bei der Lkw-Fahrprüfung für den Transport von Gefahrgütern in Deutschland möglich. Derzeit geht die Erfurter Staatsanwaltschaft einem Korruptionsverdacht bei IHK-Prüfungen nach.
Nicht jeder Lkw-Fahrer darf in Deutschland Gefahrgut transportieren. Damit Lkw-Fahrer dies dürfen, benötigen sie eine Bescheinigung nach der „Europäischen Übereinkunft zur Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“. Um diese zu erlangen, müssen die Fahrer Kurse bei Fahrschulen besuchen und eine entsprechende Prüfung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer ablegen.
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