Kostenlose Retouren sollten der Vergangenheit angehören. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Es ist vielleicht die größte Fehlentscheidung von Unternehmen im E-Commerce: gebührenfreie Retouren. Es mag verheißungsvoll klingen, aber Retouren sind keineswegs für alle Beteiligten kostenlos. Genauso wie es Geld und Ressourcen kostet, ein Paket von A nach B zu schicken, kostet es auch, es von B nach A zurückzuschicken. Irgendjemand muss die Rechnung bezahlen.
Bislang hat der Einzelhandel die Retourenkosten selbst getragen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Ära kostenloser Retouren ein Ende nimmt. Die Ankündigung von Zara im vergangenen Jahr, ihren Kund*innen die Rücksendekosten in Rechnung zu stellen, könnte einen Dominoeffekt im Einzelhandel auslösen, und vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Eine Retoure kostet einen Shop im Schnitt um die 12,50 Euro – ein Preis, der sich auch durch die handelsüblichen Retourenkosten für Konsument*innen nicht kompensieren lässt. Aber warum sind – aus Konsument*innen-Sicht – Gratis-Retouren heute immer noch die Norm?

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Die Retoure war allerdings trotzdem kostenlos.
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Haben Kunden aber erstmal die Schnelligkeit der Lieferung und die Qualität der Ware kennen und schätzen gelernt, dann ist es ihnen egal, und kommen gerne wirder - auch wenn sie dann mal was zurückschicken und selbst bezahlen müssen.
Andererseits habe ich in 18 Jahren Onlinehandel auch die eindeutige Erfahrung gemacht: Schickt ein Kunde direkt seine erste Bestellung zurück, dann wird aus ihm nie mehr ein ertragreicher Kunde. Die Wahrscheinlichk eit geht gegen 100%, dass er auch die 2. und 3. Bestellung retourniert.
Und: Wir verfahren nach der 3-Strikes-Regel : Nach der dritten Retoure in Folge wird ein Kunde für weitere Einkäufe gesperrt. Es macht einfach keinen Sinn, auf solche Kunden weiterhin Arbeitszeit und Geld zu verschwenden, in der Hoffnung, dass sie doch mal was behalten. Unterm Strich werden diese Kunden niemals positiv zum Betriebsergebni s beitragen - man muss sie also knallhart aussortieren.
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Sie sind es von Amazon und anderen großen Unternehmen so gewöhnt, dass Hin-und Rückversand kostenlos sind.
Dass das Versandmaterial etwas kostet und, dass beispielsweise DHL ständig die Preise erhöht, ist den meisten nicht bewusst. Sehr oft kommen die Waren kaputt oder in schlechtem Zustand zurück, weil sie unzureichend verpackt zurückgeschickt wurden.
Ich würde mir wünschen, dass bei den Kunden ein Umdenken stattfindet, aber das ist schwierig, so lange Amazon oder andere Unternehmen so weiter machen.
Ich biete schon kostenlosen Versand an, müsste ich auch noch den Rückversand bezahlen, könnte ich den Laden dicht machen. Deshalb werde ich es auch weiterhin so handhaben.
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Alle wissen wie Amazon unfair/unseriös /Wettbewerbssch ädigend agiert aber keiner traut sich gegen diesen Giganten einzuschreiten.
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Meine Bekannte Verkauft Tischdecken. Z.B. nach Kommunion oder anderen Festen bekommt sie die Ware oft zurückgesendet.
Na ja, wir als Verkäufer sind je selber schuld, wenn wir die Kunden nicht zu fairen Kunden erzogen haben.
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