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Olaf Scholz: 9-Euro-Ticket wird nicht verlängert

Veröffentlicht: 04.07.2022
imgAktualisierung: 04.07.2022
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
04.07.2022
img 04.07.2022
ca. 3 Min.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)
photocosmos1 / Shutterstock.com
Der Bundeskanzler erklärte, dass das günstige Ticket nicht verlängert werde. Es sei nur für drei Monate gedacht gewesen und laufe entsprechend aus.


Das günstige Ticket für den Nahverkehr wird auslaufen, wie der Bundeskanzler jetzt klarstellte. 

Das 9-Euro-Ticket als Teil des Entlastungspakets des Bundes, um die hohen Energiepreise und die Inflation infolge des Ukraine-Kriegs abzumildern, ist im Juni gestartet und läuft nun noch zwei weitere Monate. Dann allerdings ist es – wie geplant – vorbei mit dem günstigen Bus- und Bahnfahren im öffentlichen Personennahverkehr, wie Bundeskanzler Olaf Scholz jetzt im Zuge einer Fragerunde im Anschluss an ein Sommerinterview mit ARD verdeutlichte. 

„Es war immer auf drei Monate konzentriert“, so der Bundeskanzler. Durch das Entlastungspaket seien „etwa 90 Prozent der Belastung, die die Bürgerinnen und Bürger durch höhere Preise haben“, für untere und mittlere Einkommen ausgeglichen – das 9-Euro-Ticket sei ein Teil, der dazu beigetragen habe.

Zuvor hatte bereits Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) eine Fortführung des Tickets aus Kostengründen ausgeschlossen. 

Mehr 9-Euro-Tickets verkauft als erwartet

Im Juni wurden 21 Millionen der Fahrkarten verkauft, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) vergangene Woche nach Angaben der Deutschen Presseagentur mitteilte. „Zusammen mit den etwa zehn Millionen Abonnentinnen und Abonnenten, die das vergünstigte Ticket automatisch erhalten, ist damit die vorher von der Branche kalkulierte Zahl von 30 Millionen Tickets pro Monat nicht nur erreicht, sondern sogar leicht überschritten worden“, sagte hierzu VDV-Präsident Ingo Wortmann. 

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Ob das Ticket auch stark genutzt wird, lasse sich laut dpa-Bericht schwerer beurteilen: Laut Bahn habe es einen Fahrgastzuwachs von 10 bis 15 Prozent durch das Ticket gegeben. Ebenso würde verstärkte Nutzung des Tickets auch den Verkehr entlasten, wie Navigationssystem-Anbieter TomTom analysierte. Demnach seien in 23 von 26 untersuchten Städten Staus seit der Einführung der Sonderfahrkarten zurückgegangen. 

Es gibt mehrere Stimmen, etwa von Verbraucherorganisationen und aus der Politik, die unter anderem anlässlich der positiven Auswirkungen des Tickets eine Nachfolgeoption fordern. Inoffiziell soll es auch Gespräche über ein sogenanntes Klimaticket in der Bundesregierung geben. Zu solchen Plänen äußerte sich der Kanzler jedoch aktuell nicht. 

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Veröffentlicht: 04.07.2022
img Letzte Aktualisierung: 04.07.2022
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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gunnar
05.07.2022

Antworten

das kann ich voll und ganz verstehen.
weg mit dem 9.- ticket.!!!
ist doch auch völliger mist wenn einfache kleine bürger auf einmal sich fahrten von sachsen oder bayern nach sylt oder so leisten können.
ich bekomme zzt in meinem restaurant nur mit langer wartezeit einen platz.
wir großen können das ja zum glück voll absetzten oder schnell mal mit der flugbereitschaf t der regierung hinfliegen lassen.
mußte ja endlich die küche vom nobelrestaurant mit der kantine der bundeswehr vergleichen.
und fliegen ist auch viel schöner, da brauche ich den co² ausstoß nur für 1 person berechnen.
also bahn und öpnv preise ordentlich erhöhen, dann kann man auch schön zu fuß oder mit dem rad in die städte einkaufen.